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Tönisvorst
Kirche serviert Götterspeise

Tönisvorst: Kirche serviert Götterspeise
Joachim Watzlawik (von Links, Peter Siegel und Daniela Büscher-Bruch stellten jetzt die neue Kulturreihe "Götterspeise" vor. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. Musik und Literatur soll es vermehrt in der evangelischen Christuskirche St. Tönis geben. Die neue Kulturreihe trägt den Titel "Götterspeise" und wartet mit großen Künstlern auf. Von Stephanie Wickerath

Im November 2016 startete die evangelische Kirche St. Tönis an der Hülser Straße einen Versuchsballon. Schauspielerin Nina Hoger und Harfenistin Ulla van Daelen gestalteten einen großartigen Abend mit Literatur und Musik. Die fast 200 Besucher des Kulturangebots waren begeistert und wünschten sich mehr. Unter dem Titel "Götterspeise" kommen die evangelische Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch, der Stadtkulturbund unter Leitung von Peter Siegel und die Krefelder Agentur Schneider-Watzlawik diesem Wunsch jetzt nach.

Los geht es am Freitag, 8. September, um 20 Uhr. "Formidable" lautetet der Titel des Abends, zu dem der Sänger Jean-Claude Séférian, die Pianistin Christiane Rieger-Séférian und der Saxophonist Jan Klare erwartet werden. Auf dem Programm stehen Chansons von Charles Aznavour, in dessen Werken sich musikalische Einflüsse aus dem Orient und dem Okzident, aus der Klassik, der Folklore und dem Jazz wiederfinden. Der Eintritt kostet 16 Euro.

Am 10. November, 20 Uhr, heißt es "Harp goes Pop". Dann kommt Ulla van Daelen noch einmal mit ihrer Harfe in das St. Töniser Gotteshaus. Diesmal wird sie von Urs Fuchs mit Bass und Perkussion begleitet. Das Programm verspricht "Groove und Herzblut", denn Ulla van Daelen, ehemalige Soloharfenistin des WDR-Rundfunkorchesters, liebt Popmusik.

Am 12. Januar kommt der bekannte Schauspieler August Zirner, der aus dem Buch "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry liest und dazu Querflöte spielt. Begleitet wird er von dem ebenfalls bekannten Bassisten Kai Struwe. An diesem Abend stehen die Themen Menschlichkeit und Freundschaft im Mittelpunkt.

Den Abschluss der ersten Reihe bilden am 16. März 2018 die international renommierte Jazz- und Bluessängerin Brenda Boykin aus den USA. Begleitet wird sie von dem vielseitigen deutschen Akkordeonisten Heinz Hox, für den der Auftritt in der Christuskirche ein Heimspiel ist, der Musiker lebt und arbeitet nämlich seit vielen Jahren in St. Tönis.

Auf lange Sicht soll es bei vier Kulturterminen im Jahr bleiben, denn in erste Linie bleibt die Christuskirche ein Gotteshaus. Aber: "Kultur hat auch etwas von Verkündung", findet Pfarrerin Büscher-Bruch und die Auswahl sei so getroffen, dass das Programm die Herzen der Zuhörer erreicht. So sei man auch auf den Namen "Götterspeise" für die Konzert- und Lesereihe gekommen: "Der Name sollte nicht banal sein und er sollte zeigen, dass Kultur wie Nahrung für die Seele ist", sagt die Pfarrerin.

Tatsächlich herrscht in der kleinen Kirche, die Platz für maximal 190 Gäste bietet, eine andere, intimere und vertrautere Atmosphäre, als bei den Veranstaltungen im Corneliusforum, das 550 Besucher fasst. Das sieht auch Peter Siegel, Leiter des Stadtkulturbundes, so. "Die Idee, Veranstaltungen in einem kleineren Rahmen durchzuführen, hatten wir auch schon", sagt Siegel, der sich freut, dass das Kulturangebot der Stadt jetzt um die "Götterspeise" bereichert wird. Die hübsche Christuskirche sei ein guter Ort für Kultur, denn sie habe ein besonderes Ambiente, sind sich alle Beteiligten einig.

Für den Stadtkulturbund war es selbstverständlich, dass er die vier Veranstaltungen in der Kirche in sein Programmheft aufgenommen hat und die Karten für die Reihe in seinem Kultur-Shop verkauft.

Quelle: RP
 
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