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Tönisvorst
Krefelder Finanzamt spendet Sekundarschule Laptops

Tönisvorst. Um 28 Laptops und einige Computer-Monitore ist die Sekundarschule Tönisvorst jetzt reicher. Das Finanzamt Krefeld hat den 334 Schülern der noch jungen Schule die Geräte überlassen. "Wir haben neue Geräte bekommen und freuen uns, wenn die bisherigen hier noch rege genutzt werden", sagen Dienststellenleiter Uwe Ritzkat und sein Kollege Uwe Hilgers von der Krefelder Behörde. Annette Stephan, stellvertretende Schulleiterin, Unterstufenkoordinator Patrick Richter und Lehrer Dr. Alexander Dahm nehmen gemeinsam mit einigen Schülern die Geräte entgegen. Von Stephanie Wickerath

"Wir wollen, dass möglichst viele Schüler den richtigen Umgang mit dem Computer lernen", sagt Dr. Dahm, ein promovierter Biologe, der vor seiner Lehrertätigkeit in der IT-Branche tätig war. Bereits vor eineinhalb Jahren hat die Sekundarschule Tönisvorst 44 hochwertige Rechner von der Provinzialversicherung bekommen. In Zeiten knapper städtischer Kassen sind Schulen immer mehr auf Spenden aus der Wirtschaft angewiesen.

Die Laptops würden die Lehrer jetzt gerne im Unterricht einsetzen. "Power-Point-Präsentationen, Internet-Lernprogramme wie Mathepirat, Recherche im Internet, Textverarbeitung - all das wollen wir unseren Schülern vermitteln", sagt Dahm. Dafür sei es allerdings notwendig, dass die Klassenräume über Internetzugänge oder W-Lan verfügen, was bisher nicht der Fall sei. "Die Stadt als Schulträger sagt, dass das frühestens 2017 möglich sei", weiß Lehrer Richter. Solange werden die Sekundarschüler also noch in kleinen Gruppen im Computerraum den Umgang mit der modernen Technik lernen müssen. Im ganz normalen Unterricht, der im Klassenraum stattfindet, können die Geräte hingegen nicht eingesetzt werden. "Das wäre aber natürlich wünschenswert", sagen die Lehrer unisono.

Schon jetzt tut die Sekundarschule einiges, um Kindern und Jugendlichen den richtigen Umgang mit den modernen Medien zu vermitteln. So hat die Schule ganz aktuell Medien-Scouts ausgebildet, die als eine Art "Internet-Polizei" ihre Klassenkameraden auf die Gefahren im Netz und die richtige Handhabe von Whats-App und Co. hinweisen. Auf lange Sicht möchte Lehrer Dahm mit den älteren Schülern den europäischen Computer-Führerschein machen. "Die Anforderungen sind sehr hoch, wahrscheinlich wird das nicht jeder Schüler schaffen, aber wer den Führerschein hat, kann damit in jeder Bewerbung punkten", sagt Dahm.

Die 'European Computer Driving Licence' signalisiere den Arbeitgebern, dass der Inhaber wichtige Kenntnisse im Umgang mit Computern und der gängigen Software habe.

Quelle: RP
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