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Tönisvorst
Lichternacht zieht viele Besucher an

Tönisvorst: Lichternacht zieht viele Besucher an
Die Lichternacht ist eines der beliebtesten Feste in der St. Töniser Innenstadt. Daher kamen auch diesmal wieder viele Besucher, die die Farbenpracht bewunderten und die Gelegenheit nutzten, bis 22 Uhr einzukaufen. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. In Rot, Grün, Blau und Gelb strahlten am Freitagabend Häuserfassaden, Torbögen und Bäume in der St. Töniser Innenstadt und bei Naturholzmöbel Klauth am Maysweg. Zum siebten Mal hatte der Werbering zur Lichternacht geladen. Von Stephanie Wickerath

Das Holz knistert in den Feuerkörben auf dem Rathausplatz. Zahlreiche Kinder halten Stöcke mit Brotteig in die Hitze der Körbe. Und während der Nachwuchs geduldig darauf wartet, dass das Stockbrot gebacken ist, plaudern die Erwachsenen, die sich rund um die Feuerkörbe, am Getränkeausschank oder am Imbiss versammelt haben, miteinander. Wie jedes Jahr ist der Rathausplatz der zentrale Treffpunkt der Lichternacht in St. Tönis. Hier hat Metzger Helbig aus Vorst seinen Stand mit Erbsensuppe und seinen Würstchengrill aufgebaut, und hier schenken die 14 Mitglieder von Round Table Bier und alkoholfreie Getränke aus. Auch das Stockbrotbacken ist eine Initiative des Clubs. "Der Erlös wird jedes Jahr für einen guten Zweck gespendet", sagt Pressesprecher Daniel Mertens.

Die Lichternacht, bei der die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet haben, gehört zu den beliebtesten Stadtfesten in St. Tönis. "Es ist ja eigentlich jedes Jahr das Gleiche, aber wenn das Wetter mitspielt, ist es trotzdem immer wieder nett", sagt Sonja Abels. Und Luisa Casula bewundert jedes Jahr aufs Neue den Effekt, den die Lichter auf die Fassaden, Bäume und Torbögen haben. "Die ganze Innenstadt ist wie verzaubert", sagt die St. Töniserin, "man sieht die Fußgängerzone mit ganz anderen Augen." Felix Schaub findet es generell gut, wenn abends was los ist in der Innenstadt. "Und das ist ja zudem noch ein Stadtfest, das alle Generationen anspricht", sagt der junge Mann.

Angesprochen von der Lichternacht fühlen sich auch zahlreiche Fotografen, die die besondere Atmosphäre im Bild festhalten wollen. Zwei davon sind Heinz Hansen und Alfons Wetzurek vom Fotokreis 2006. Aber zufrieden sind die Hobbyfotografen nicht mit ihrer Ausbeute. "Das wird doch jedes Jahr weniger", sagt Alfons Wetzurek. Als Heinz Hansen sich im Display das Foto vom bunt angestrahlten historischen Rathaus noch einmal ansieht, ist er aber doch versöhnt mit dem Motiv.

Andrea Hermes vom Vorstand des Werberings kann nicht bestätigen, dass die Firma RLS Licht, die für die Illumination der Innenstadt zuständig ist, weniger Strahler aufgebaut hat als in den vergangenen Jahren. Im Blumengeschäft von Andrea Hermes selbst liegt der Schwerpunkt aber tatsächlich auf einer anderen Aktion. "Wir haben von der Vorster Firma Recken Designfactur Sternthaler-Figuren anfertigen lassen", erzählt die Ladeninhaberin und deutet auf zwei goldfarbene und mehrere weiße Figuren, die an der Hausfassade und im Schaufenster für Aufsehen sorgen.

Zwei der größeren Figuren will Hermes versteigern. "Noch bis zum 20. November können Gebote abgegeben werden", sagt die Geschäftsfrau. Der Erlös geht - frei nach dem Märchen Sternthaler - an den Tönisvorster Verein "Apfelblüte", der Kinder aus einkommensschwachen Familien unterstützt. Am Ende der Lichternacht lag das aktuelle Gebot bei 60 Euro.

Und während in der Innenstadt die Geschäfte schließen, wird bei Naturholzmöbel Klauth noch verkauft. Bis 23 Uhr hat das Geschäft am Maysweg zur Lichternacht traditionell geöffnet.

Quelle: RP
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