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Tönisvorst
Medikamente für syrische Flüchtlinge an der Grenze

Tönisvorst. Gestern erhielt Bernd Pastors, Vorstand von Action Medeor, eine lange SMS aus Nordsyrien - mit einer Wunschliste für dringend benötigte Medikamente und Verbandszeug. Vor allem Schmerzmittel und Antibiotika werden gebraucht.

Vorher war der Mail-Kontakt mit Syrien mehrmals zusammengebrochen. Heute geht eine große Hilfslieferung für Syrien raus. Gestern wurde bereits für die nächste Hilfslieferung gepackt. Die Medikamenten-Pakete werden in die Südtürkei gebracht und dort von syrischen Partnerorganisationen übernommen.

Einer dieser Partner ist die einheimische Hilfsorganisation Orient. Mit dieser Gruppe der freien Syrer arbeitet Action Medeor seit drei Jahren zusammen. Vertreter von Orient waren nicht nur in Vorst, Mitarbeiter von Action Medeor trafen Orient-Vertreter auch an der syrisch-türkischen Grenze. Orient versorgt eine Reihe von Krankenhäusern in der Region, darunter in Aleppo und auch das in der nordsyrischen Provinz Idlib, das am Montag bei Luftangriffen zerstört wurde. Es wird von "Ärzte ohne Grenzen" unterstützt. Nach deren Angaben wurde die Klinik in Maarat al-Numan von vier Raketen getroffen, dabei sollen mindestens sieben Menschen getötet worden sein.

Action Medeor hatte bereits eine Dialyse-Station an Orient übergeben. Die Syrer dokumentieren sehr genau, wohin sie die Hilfssendungen bringen. Zurzeit versucht man, die Flüchtlinge in der Pufferzone medizinisch zu betreuen.

(hb)
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