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Tönisvorst
MEG-Eltern befürchten Einschränkungen

Auch die Schulpflegschaft des Michael-Ende-Gymnasiums (MEG) Tönisvorst meldet sich bei der Diskussion zur Umwandlung der Sekundarschule zu Wort. Hermann Kamp, Vorsitzender der Schulpflegschaft, und seine Stellvertreterin Susanne Brunner sind sich sicher, dass das Gymnasium Einschränkungen hinnehmen müsste, wenn eine Gesamtschule in Tönisvorst aufgebaut wird.

"Fest steht, dass das MEG auf höchstens vier Züge beschränkt wird, wenn die Gesamtschule kommt", sagt Kamp. In den vergangenen Jahren aber sei die Schule mindestens fünfzügig gewesen. Nur so seien die drei Bildungsgänge, die das MEG anbietet, der bilinguale Zweig, der MINT-Zweig und der klassische Zweig möglich. "Viele Schüler nutzen diese besonderen Angebote, weil sie ihnen im Beruf und im Studium deutliche Vorteile bringen", weiß Kamp.

Unter anderem auch wegen der drei Zweige sei die Tönisvorster Schule bei der Qualitätsanalyse des Landes als eines der besten Gymnasien in NRW ausgezeichnet worden. "Können die Angebote aufgrund begrenzter Schülerzahlen nicht aufrechterhalten werden, verliert die Schule an Qualität und damit das, was sie sich in den vergangenen Jahren erarbeitet hat", fürchtet Susanne Brunner.

Nach Informationen der MEG-Schulpflegschaft sei es außerdem so, dass die Namen aller Kinder, die auf dem MEG angemeldet werden, in einen Topf kämen, wenn die Anmeldezahl die begrenzte Aufnahmezahl überschreite. "Dann wird gelost, wer einen Platz am Gymnasium bekommt, denn wegen der freien Schulwahl geht es nicht nach Noten und Eignung", sagt die stellvertretende Vorsitzende.

Hermann Kamp sieht überdies den Gewinn einer Umwandlung nicht. "Die Sekundarschule hat dasselbe System wie die Gesamtschule, ist aber für einen kleinen Ort wie Tönisvorst, der keine Schüler aus dem Umland zieht, optimal, weil sie nur 60 Kinder pro Jahrgang braucht, während die Gesamtschule mindestens 100 haben muss. Und die Sekundarschule bietet den Real- und den Hauptschulabschluss und legt die Basis für das Abitur."

Denn alle Sekundarschüler, die die Qualifikation erlangen, haben einen Platz am MEG sicher, dessen Lehrer die Sekundarschüler schon in der zehnten Klasse unterstützen und auf einen sanften Übergang vorbereiten.

(wic)
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