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Tönisvorst
Mehr als 400 Gäste bei "En Mönke voll Platt"

Tönisvorst. Der Heimatbund St.Tönis hatte zu seiner niederrheinischen Mundartveranstaltung "En Mönke voll Platt" in das Forum Corneliusfeld geladen und begrüßte über 400 Gäste, denen man einen gelungenen Spätnachmittag bot. Ganz neu war der Organisator der Veranstaltung, Ulrich Triebels, der die Veranstaltung gut vorbereitet hatte und am Ende - als Nikolaus verkleidet - den Akteuren kleine Dankesgeschenke überreicht.

Ortwin Dühring wurde als alter und neuer Mundartbaas begrüßt und führte durch ein Programm mit Tiefsinn, Feinsinn und auch reichlich Gelegenheit zum Lachen und Mitsingen. Der Heimatbundvorsitzende Dr. Erich Tizek begrüßte erstmals das Publikum zu der Traditionsveranstaltung - allerdings nicht auf Platt, denn nach eigenem Bekunden bleibt die Mundart für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Aber einen Tipp von Dühring habe er beherzigt, führte Tizek auch an. Denn unter sein Kopfkissen legt er nun immer Mundartbeiträge.

Seinen eigenen Auftritt hatte Dühring erst am Programmende, als er sich als "Sonndaachsfahrer" outete, der statt in Monschau in Polen landete. Nachdenklich gab sich Uschi Elsen, die mit ihrem Beitrag über die Heimat nicht nur die "Eingeborenen" ansprach, sondern aktuell auch das Flüchtlingsthema einbettete. Sie hofft, dass es diesen gelingt, hier eine neue Heimat zu finden. Rührend der Beitrag von Taxi Willi, der eine Ode an seine Mutter, aber auch an alle Mütter vortrug. So manches Tränchen musste im Saal verdrückt werden.

Tränen anderer Art gab es bei Waltraud Anstötz' Weisheiten zum "Loopwäjelke". Ein Rennen der Senioren um den Wasserturm und so manch andere Geschichte brachten reichlich Lacher. Das traf auch für den Beitrag von Rolf Seegers "Ech möt Bürjermeester sein" zu, der gleich von Gerda Müller mit "Vonwäjes Bürjermeester" gekontert wurde. Der verlorenen Kneipenwelt weinte Harry Klupsch nach, und Werner Lessenich erzählte von einer Liebschaft, die unerwartet publik wurde. Den Kampf um ein sehr preiswertes Kleid brachte Erika Zimmermann zum Besten und riefbei vielen im Saal Kopfkino hervor.

Eingebettet waren die Mundartbeiträge in eine musikalische Umrahmung, für die in diesem Jahr das Mandolinenorchester St. Tönis unter der Leitung von Andrea Jentges verantwortlich zeichnete. Und am Ende des Programms gab es von diesem auch die von vielen sehnsüchtig erwarteten Weihnachtslieder.

Quelle: RP
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