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Tönisvorst
Mertenshof ist bald wieder bewohnt

Tönisvorst: Mertenshof ist bald wieder bewohnt
Den Richtspruch sprach Zimmermann Sebastian Gößl von der Zimmerei Höller aus Köln. FOTO: Norbert Prümen
Tönisvorst. Vlado Vukovic nutzt die Gelegenheit, sich und seine Küche vorzustellen. Der Gastronom, der die Gaststätten "Zur Linde" und "Bayernstube" in St. Tönis führt, eröffnet ein drittes Restaurant im Mertenshof an der Kirchstraße. Für das Richtfest, das am Samstag gefeiert wurde, liefert Vukovic schon mal das Essen. 18 neue Wohnungen entstehen zurzeit in dem historischen Gebäude. Zwischen 36 und 140 Quadratmeter Wohnfläche stehen zur Verfügung.

Zwölf der Wohnungen sind seniorengerecht. Ein Investor hat sie gekauft und vermietet. "Auch die größeren Wohnungen im Bereich am Pastorswall sind bis auf eine alle verkauft", sagt Michel Zacher vom Bauträger Census Real Estate. Während die Seniorenwohnungen bereits Ende Februar bezugsfertig sein sollen, können die großen Wohnungen zum Mai bezogen werden. Dann will auch Vukovic sein Restaurant eröffnen. "Wir bieten einen Mittagstisch für die Bewohner an, sind aber für alle Gäste offen", sagt der Pächter. Zum Restaurant gehöre ein kleiner Saal, der sich für Familienfeiern anbiete. Eine Außengastronomie werde am Pastorswall eingerichtet.

Zimmermann Sebastian Gößl schwenkt beim Richtfest seinen Hut und begrüßt die Anwesenden. Mit dem Spruch "Mein Trunk sei diesem Haus geweiht, es stehe fest in Ewigkeit", lässt Gößl das Glas nach alter Sitte zerschellen und wünscht, "der Himmel möge das Haus beschützen". Das wünscht auch Architekt Florian Stuckenberg vom Architektenteam Häck aus Köln. "Die Statik war eine echte Herausforderung", weiß der Projektleiter. Weil das Dachgeschoss des 30 Jahre alten Anbaus am Pastorswall ursprünglich nicht für Wohnzwecke gebaut worden war, musste eine Stahldecke eingezogen werden. "Die schweren Stahlträger hineinzusetzen, war keine leichte Aufgabe", erinnert sich der Architekt, der jetzt aber mit dem Resultat zufrieden ist.

Zufrieden sind auch die Vertreter des Vereins "Alter-nativen", die ebenfalls zum Richtfest eingeladen sind. Zwar mussten sie das Seniorencafé in der Remise aufgeben, dafür aber bekommen sie jetzt zum Pastorswall hin neue Räume und eine Außenterrasse.

(wic)
 
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