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Fahrradflohmarkt in Tönisvorst
Mit dem Fahrrad-Verkauf auch Gutes getan

Fahrradflohmarkt in Tönisvorst: Mit dem Fahrrad-Verkauf auch Gutes getan
Etwa 100 Fahrräder wurden auf dem Flohmarkt angeboten. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. Zum vierten Mal hat der Verein Apfelblüte mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zu dem Markt eingeladen, bei dem die Hälfte der Einnahmen dem Verein zugutekommt. Gerade die Kinderfahrräder sind heiß begehrt, wie die Veranstalter vom Fahrradflohmarkt auf dem St. Töniser Rathausmarkt wissen.

"Wir haben drei Räder dabei, aber verkaufen wollen wir nur eins", sagt Annika von Brechan und deutet auf ein Kinderfahrrad. "Dafür bin ich zu groß geworden", informiert Tino. Das gut erhaltene Fahrrad, das der Zehnjährige knapp zwei Jahre fuhr und das die Verkehrssicherheitsplakette 2016 der Polizei trägt, hat schnell Interessenten gefunden. 

Hausaufgabenbetreuung, die Unterstützung bei Klassenfahrten und das gesunde Frühstück sind einige Projekte der Apfelblüte. Auf dem Rathausmarkt haben indes Alexandra Mielczarek und Andreas Domanski vom ADFC alle Hände voll zu tun. Bei den beiden müssen sich alle Verkäufer mit ihren Rädern anmelden. Die Standgebühr für ein Rad beträgt zwei Euro und für jedes weitere Rad einen Euro. Dafür gibt es einen grünen Infozettel, auf dem Angaben zum Rad gemacht werden können und der gewünschte Preis eingetragen wird.

Gerd Kaeten, der sich ebenfalls einen solchen Zettel holt, hat bereits eine Traube von Neugierigen um sein Fahrrad. Das Liegefahrrad zieht die Blicke auf sich. "Ich bin ein Bastler und Tüftler. Das Rad ist Marke Eigenkonstruktion. Das Dach hat meine Frau genäht, für den Rest, samt Anhänger und ergonomisch geformtem Sitz, bin ich verantwortlich", verrät Kaeten, der sein Fahrrad nur verkauft, weil er auf ein E-Bike umsteigen möchte. Bei ADFC-Mitarbeiter Reinhard Hilge wird inzwischen der erste Kaufvertrag ausgefüllt. Für 145 Euro wechselt ein schwarzes Citybike den Besitzer. "Mein altes Rad ist kaputt, und ich wollte diesmal lieber ein gebrauchtes Rad haben", sagt Julia Kievelitz, die findet, dass sie ein Schnäppchen gemacht hat. Aber auch Verkäuferin Petra Schmitz ist zufrieden. Für beide gibt es einen Durchschlag vom Kaufvertrag. Der ist für alle wichtig, denn schließlich ist er ein Dokument dafür, dass das Rad ordnungsgemäß verkauft wurde und nicht aus einem Langfinger-Geschäft stammt.

(tre)
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