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Tönisvorst
Mit Löwe und Maus auf Stärketour

Tönisvorst: Mit Löwe und Maus auf Stärketour
Janina Hendricks (l.) und Silvia Specker-Matteßen (r.) begleiteten die Erstklässler bei "Großer Löwe-Starke Maus", das durch Ute Lindemann-Degen (2.v.r.) und Brigitte Lück (2.v.l.) vom Katholischen Forum durchgeführt wurde. FOTO: BIANCA TREFFER
Tönisvorst. Die städtische Gemeinschaftsgrundschule Vorst war Pilotschule. Das Projekt "Großer Löwe - Starke Maus" vom Katholischen Forum Krefeld-Viersen feierte dort seine Premiere. Von Bianca Treffer

Das Löwengebrüll hat es in sich. Laut und kräftig schallt es aus den Kehlen von 28 Erstklässlern der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Vorst. "Auf drei noch mal brüllen wie ein Löwe", gibt Brigitte Lück, Fachbereichsleiterin vom Katholischen Forum Krefeld-Viersen vor. Die Kinder lassen erneut die Wände wackeln und dann endlich gibt es das "Stärke-Diplom" für jeden. Das bezieht sich aber nicht nur auf das hervorragende Löwengebrüll, sondern auf die gesamte gute Teilnahme am Projekt "Großer Löwe - Starke Maus". Das Programm, mit dem das Forum bereits seit 2008 in Kitas und Familienzentren unterwegs ist, feierte eine Premiere in der Vorster Grundschule. "Wir haben vor rund zwei Jahren angefangen, das Angebot für Grundschulkinder in den ersten und zweiten Klassen zu erweitern. Im vorigen Jahr war es soweit. Wir haben dann eine Schule gesucht, in der wie unser Pilotprojekt starten konnten", berichtet Lück, die das Konzept zusammen mit ihrer Kollegin Ute Lindemann-Degen entwickelte.

Silvia Specker-Matteßen, Schulleiterin der GGS Vorst, hatte wiederum über ihre Kollegin Brenda Meerkamp von dem Angebot erfahren. "Frau Meerkamp kannte es durch ihre Tochter aus dem Kitabereich und war begeistert. Als wir erfuhren, dass eine Pilotschule für das erweiterte Projekt gesucht wurde, waren wir sofort dabei", sagt Specker-Matteßen. Zumal durch eine Förderung seitens des Forums und der NEW das neue Angebot kostenfrei angeboten werden konnte. 28 Erstklässler nahmen teil. "Es war toll. Wir haben ein Stoppschild gemacht, mit dem wir gelernt haben, Stopp und Nein zu sagen", berichtet Hanna. Paul erzählt indes vom Seelenvogel in Form einer Feder, die für Gefühle steht. Am tollsten aber fanden alle den Mutmach-Spruch: "Mit meinen Schätzen in mir drin, bin ich so, wie ich bin. Was ich kann, das kann ich sagen. Was ich nicht weiß, das kann ich fragen. Was ich nicht will, da sag ich nein. Ich kann ein starkes Mädchen bzw. starker Junge sein."

Für all die Dinge, die die Kinder im Rahmen des Projektes einsetzten, bauten die Erstklässler zudem ein Schatzkästchen. "Unser Ziel ist, dass Kinder sich ihrer eigenen Stärken bewusst werden, um sich so den Herausforderungen des Schulalltags besser stellen zu können", informiert Lindemann-Degen. Über fünf Wochen trafen sich die Kinder für je zwei Stunden einmal in der Woche nach dem Unterricht in der Grundschule. Die Kinder lernten spielerisch, sich ihrer eigenen Stärken bewusst zu werden und diese auch einzusetzen. Ein großer Stofflöwe und eine kleine Plüschmaus halfen dabei. Zudem gab es einen Elternabend im Vorfeld sowie einen abschließenden Abend mit den Eltern. "Wir sind begeistert. Für uns war es eine tolle Unterstützung unserer Sozialerziehung. Wir würden es gerne in unser Schulprogramm aufnehmen", sagt Specker-Matteßen. Auch Lück und Lindemann-Degen sind mit dem ersten Lauf zufrieden. "Wir brauchen nichts zu verändern. Alles stellte sich als optimal heraus", freuen sich die beiden.

Quelle: RP
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