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Tönisvorst
Moderne Architektur am historischen Denkmal

Tönisvorst. Weniger Wohneinheiten als bisher vorgesehen werden auf dem Grundstück rund um Haus Brempt an der Kokenstraße gebaut. "Wir hatten ursprünglich 42 Wohneinheiten geplant, nun werden es aber 34", sagt Sven Schroers, Architekt aus Kerken, im Planungsausschuss. Dort standen die Neubauten am historischen Herrenhaus im Ortsmittelpunkt jetzt auf der Tagesordnung. Dass der Investor, für den Schroers plant, nun weniger Wohnungen bauen wird, als vorgesehen, liegt am Denkmalamt.

"Das Denkmalamt hätte am liebsten eine Freifläche ohne Häuser rund um Haus Brempt", weiß Fachbereichsleiter Marcus Beyer, der aber optimistisch ist, dass das Amt sich mit der abgespeckten Neubauversion auch anfreunden kann. Demnach wird keiner der fünf Neubaukomplexe höher sein, als die Traufe des Hauses aus dem 17. Jahrhundert. Außerdem haben die Häuser einen Abstand von 30 bis 50 Meter zum Denkmal. Mehrere Sichtachsen ermöglichen den Blick auf das Herrenhaus von allen Seiten. Am Denkmal selber bleibt das Grundstück parkähnlich, auch der kleine See bleibt erhalten.

"Wir werden nicht versuchen, das Denkmal nachzubauen", sagt Architekt Schroers zu seinen Entwürfen. Die Neubauten sollten vielmehr eine eigenständige Architektur mit Backsteinen in den unteren Etagen und Putz im Staffelgeschoss bekommen. Gebaut werden sollen fünf Gebäude in zweigeschossiger Bauweise mit Staffelgeschoss. Bei den Gebäuden handelt es sich um drei Sechs-Familienhäuser und zwei Acht-Familienhäuser. Die Wohnungen sind zwischen 70 und 95 Quadratmeter groß. Die beiden an der Kokenstraße liegenden Gebäudekomplexe werden mit Tiefgaragen unterkellert. Insgesamt soll es 59 Parkplätze für die 34 Wohnungen auf dem Gelände geben, 29 davon in der Tiefgarage. "Wir haben einen Stellplatzschlüssel von 1,75 angesetzt. Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass das ein realistischer Wert ist", sagt Schroers. Christiane Tille-Gander (CDU) gibt dem Planer mit auf den Weg, dass eventuell ein Lärmschutzgutachten wegen der Nähe zu Haus Vorst benötigt werde und riet dem Bau- und Verkehrsausschuss, sich mit dem Verkehr auf der Koken- und der Kniebeler Straße zu beschäftigen.

(wic)
 
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