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Tönisvorst
Ökoprofit: Viel Steuergeld für den Klimaschutz in Betrieben

Tönisvorst. Am 7. Juli trafen sich zwölf Unternehmen, die am Projekt Ökoprofit des Kreises teilnehmen, zu einer Halbzeitbilanz auf dem Firmengelände der Bäumer Betriebshygiene Vertriebsgesellschaft in St. Tönis, einem der Teilnehmer (wir berichteten). Interessant nachzutragen ist noch die Finanzierung: Vom Land stehen den Kreisen und Kommunen bis zu 20.000 Euro pro Projekt zu, der Kreis Viersen hat in diesem Fall 5.000 Euro und die teilnehmenden Betriebe zahlen einen Teilnahmebeitrag zwischen 2.000 und 8.000 Euro, je nach Größe des Betriebes bzw. Mitarbeiterzahl. Die finanziellen Aufwendungen des Kreises werden vom Land NRW gefördert und umfassen im wesentlichen folgende Leistungen: Akquisition der Betriebe, begleitende Öffentlichkeitsarbeit, Durchführung von Arbeitskreisen, Vorbereitung der Auszeichnung, Lizenzgebühren. Die Vor-Ort-Beratungen und die Durchführung der Workshops durch die Firma Baum finanzieren die teilnehmenden Betriebe selbst, teilt der Kreis Viersen mit.

Die Werte sind imposant, heißt es dann in einer Pressemitteilung des Kreises: 150 Tonnen Co2 pro Jahr sparen zwölf Firmen aus dem Kreis Viersen künftig ein. Insgesamt verbrauchen die Unternehmen 356.000 Kilowattstunden weniger Energie sowie 21.000 Kubikmeter weniger Wasser. Sie sparen 217.000 Euro - bei "nur" 54.000 Investment. Dies sind die ersten Ergebnisse von Ökoprofit im Kreis Viersen.

Wer aber bei der Zwischenbilanz dabei war, konnte auch erfahren, dass viele präsentierten Zahlen Hochrechnungen oder Plandaten waren, die noch nicht erreicht sind. Die Ergebnisse waren eher dünn. Am Ende bekommen alle eine Plakette für "Ökoprofit" - teuer bezahlt.

(hb)
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