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Tönisvorst
Politiker im Ausschuss wollten Diskussion

Tönisvorst: Politiker im Ausschuss wollten Diskussion
Über die Zukunft der alten Seidenweberei am Heckerweg konnte nicht diskutiert werden. Der Rat am 29. Juni will darüber befinden. FOTO: ACHIM HÜSKES
Tönisvorst. Erbost zeigen sich die Politiker im Planungsausschuss, weil die neuen Einwände der Bürger zum Baugebiet Vorst-Nord in ihrem Gremium nicht diskutiert wurden. "Warum soll der Rat darüber reden?", fragt Ausschussvorsitzender Hans-Joachim Kremser (SPD), schließlich gebe es dafür den Fachausschuss. Auch Christiane Tille-Gander (CDU) moniert: "Es hat 27 Einwände von Bürgern nach der Offenlage des B-Plans gegeben. Zehn davon sind neu und uns nicht bekannt. Es wäre den Bürgern gegenüber fair, wenn sie hier im Ausschuss an der Diskussion teilnehmen könnten. Der Rat wird keine Diskussion führen." Von Stephanie Wickerath

Die neuen Einwände aber lagen den Politikern nicht vor, weil sie erst einen Tag vor der Sitzung bearbeitet worden waren und weil das Bauvorhaben "Am Försterhof" im Norden von Vorst nicht noch länger verzögert werden solle. "Der allgemeine politische Wille war, das Vorhaben noch vor der Sommerpause durch den Rat zu bringen", sagt Marcus Beyer vom Fachbereich Immobilien bei der Stadt, deshalb stünde das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats am 29. Juni. Außerdem gebe es keine grundsätzlichen Einwände gegen die 80 neuen Wohneinheiten, sagt Reiner Linden von der Stadt, vielmehr bezögen sich die Bedenken auf den zu erwartenden Verkehr sowie auf die Gewerbeeinheit der ehemaligen Seidenweberei, die im neuen B-Plan als Wohngebiet ausgezeichnet sei.

Und so beschäftigten sich die Politiker im Fachausschuss jetzt lediglich mit der Gestaltungssatzung, sprich mit der Dachneigung der Neubauten, den Garagen und der Einfriedung der Grundstücke, die im Vorgartenbereich nicht höher werden sollen, als der Zaun am bereits bebauten Grundstück Heckerweg ist.

Quelle: RP
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