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Tönisvorst
Reha-Sport für Krebspatienten beim DRK

Tönisvorst: Reha-Sport für Krebspatienten beim DRK
Michael Wilke (v.l.), Thomas Goßen, Franziska Seefeld und Frank Weiß machen auf das neue Angebot aufmerksam. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. Jeden Donnerstag um 16 Uhr treffen sie sich, drei Frauen, die ein Schicksal teilen: Brustkrebs. Jetzt, nachdem sie den Krebs besiegt haben, möchten sie körperlich wieder fit werden, Übungen kennenlernen, die die eingeschränkte Beweglichkeit im Arm-Schulter-Nackenbereich gezielt erweitern, der Müdigkeit entgegenwirken und Lymphödemen vorbeugen und sich mit Betroffenen austauschen.

"Die drei Frauen haben sich an uns gewandt, und wir haben festgestellt, dass es in Tönisvorst bisher kein passendes Angebot gab", sagt Michael Wilke, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Krefeld GmbH, Betreiber von Altenheim und Krankenhaus in St. Tönis und Träger von KreVital, einem Institut für Gesundheitsförderung.

Frank Weiß, Leiter von KreVital, und seine Frau Claudia, Reha-Sporttrainerin und Fachtrainerin für Krebspatienten, waren sofort bereit, in Tönisvorst einen Kursus ins Leben zu rufen. Auch die passenden Räume waren schnell gefunden: Das Deutsche Rote Kreuz bot sein Haus an der Jägerstraße in St. Tönis an. "Viele Menschen verbinden mit dem DRK Sanitätsdienste, Blutspende und Verpflegungsdienste", sagt Bürgermeister Thomas Goßen, der auch Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Tönisvorst ist. Das DRK aber biete viel mehr.

So gibt seit vielen Jahren einen Gesprächskreis zur Brustkrebsnachsorge in Vorst, eine Herzsportgruppe in St. Tönis, auch in der Flüchtlingsbetreuung und im Kindertagesstätten-Bereich ist der Verein aktiv. "Durch die Kooperation mit den Alexianern sollen jetzt noch weitere Angebote hinzukommen", sagt Goßen. Gemeinsam verfolge man eine langfristige Strategie, die Reha-Sportgruppe nach Brustkrebs sei erst der Anfang.

Auch Frank Weiß von KreVital kann sich weitere Kurse vorstellen. "Besonders im Bereich Krebsnachsorge gibt es viel zu wenige Angebote im Umfeld", sagt der Fachmann. Aber auch für Patienten mit chronischem Lungenleiden könnten Kurse ins Leben gerufen werden. Die Kosten für die Teilnehmer werden von der Krankenkasse bezuschusst.

Wer sich für die Reha-Sportgruppe nach Brustkrebs oder andere mögliche Reha-Gruppen im DRK-Heim interessiert, kann sich bei KreVital unter Tel. 02151 334 34 30 oder per E-Mail unter info@krevital.de melden.

(wic)
 
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