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Tönisvorst
Schulgebäude und Kitas besser pflegen

Tönisvorst. Die Verwaltung plant, ab 2019 die Grundreinigung in Schulgebäuden und Kindertagesstätten wieder einzuführen. Von Stephanie Wickerath

Saubere Schulen und hygienisch einwandfreie Kindertagesstätten wollen Stadtverwaltung und Politiker. Im Schulausschuss schlug die Verwaltung deshalb jetzt vor, wieder eine jährliche Grundreinigung von Schulgebäuden und Kindertagesstätten einzuführen. Als Sparmaßnahme war die Grundreinigung der Gebäude 2011 abgeschafft worden.

Die Grundreinigung, die immer in den Sommerferien durchgeführt wurde, beinhaltete das komplette Ausräumen der Klassenzimmer, damit der Boden gründlich geputzt und versiegelt werden kann. Auch das Reinigen von Dingen, die nicht regelmäßig geputzt werden, wie etwa Lampen und abwaschbare Wandflächen, gehörte zur Grundreinigung. "Ende 2018 läuft der bestehende Vertrag mit der Reinigungsfirma aus", teilt Bürgermeister Thomas Goßen im Schulausschuss mit. Sollte eine Grundreinigung wieder gewünscht werden, könnte das in den neuen Vertrag aufgenommen werden. Allerdings, so der Bürgermeister, komme auf den städtischen Haushalt damit eine finanzielle Mehrbelastung von 71.500 Euro pro Jahr zu. Alleine die jährliche Grundreinigung des Schulzentrums mit Bodenversiegelung koste 29.500 Euro.

Christa Voßdahls (SPD) schien das zu teuer. "Der Begriff Grundreinigung wird jetzt auf die Böden reduziert und dafür ist uns das zu viel Geld." Die SPD-Sprecherin bittet die Verwaltung, eine andere Lösung zu finden. Silvia Specker-Mattißen weist darauf hin, dass die jährliche Grundreinigung der Böden laut Gesundheitsamt zu den Hygienevorschriften gehöre und dringend erforderlich sei. Auch Bürgermeister Goßen erklärt, die Böden seien durch die fehlende Pflege stark in Mitleidenschaft gezogen. Sabine Zeuner (CDU) merkt an, neue Böden seien wesentlich teurer, als regelmäßige Pflege.

Auf die Tagesordnung ist das Thema gekommen, weil die Politiker sich in der September-Sitzung des Ausschusses nach der Sauberkeit der Toiletten in den Schulen erkundigt hatten. Was die Schulleiter dann berichteten, schockte die Politiker. So hatten einige Lehrer mithilfe ihrer eigenen Eltern und ihrer älteren Kinder nach den Sommerferien die Klassenräume geputzt, in denen sonst kein Unterricht möglich gewesen wäre. "Hygiene und Sauberkeit lassen in den Schulen zu wünschen übrig", sagte Beate Jacobs, Rektorin der Grundschule Hülser Straße in St. Tönis. Das gehe zu Lasten der Gesundheit und führe dazu, dass Gebäude verwahrlosten.

Quelle: RP
 
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