| 00.00 Uhr

Tönisvorst
Schwester Josephine erzählt aus dem Alltag im Zachäus-Haus

Tönisvorst: Schwester Josephine erzählt aus dem Alltag im Zachäus-Haus
Schwester Josephine Toyl und Hannelore Klabes (links) kamen auf Einladung von Pfarrer Ludwig Kamm nach Vorst. FOTO: WOLFGANG KAISER
Tönisvorst. Die studierte Theologin arbeitet im Zachäus-Haus in Burundi. Die Vorster Pfarrgemeinde unterstützt die Einrichtung seit vielen Jahren. Von Stephanie Wickerath

Wer Schwester Josephine kennenlernt, fragt sich, warum Engel immer hellhäutig und blondhaarig dargestellt werden. Die studierte Theologin, die der burundischen Ordensgemeinschaft Bene-Tereziya angehört, strahlt so viel Güte, Liebe und Zuversicht aus, dass sich jeder in ihrer Gegenwart wohlfühlt. Im Zachäus-Haus in Gitega, Burundi, ist sie die gute Seele, die mit ihre Art dazu beiträgt, dass die 94 Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihrer körperlichen Behinderung an den Rand der Gesellschaft gestoßen wurden, Herzenswärme und Menschlichkeit erleben. Nun kam die afrikanische Nonne nach Deutschland, um sich zu bedanken, für die vielen Spenden, die seit Jahren das Zachäus-Haus finanzieren. Eine besonders engagierte Gemeinde ist die Vorster Pfarre St. Godehard, weshalb Schwester Josephine auch dort zu Gast war. Außerdem hatte Pfarrer Ludwig Kamm Hannelore Klabes eingeladen. Die Seniorin aus Kassel gehörte 1991 zu den Mitgründern der Einrichtung. Schwester Josephine und Hannelore Klabes erzählten den 40 interessierten Zuhörern aus dem Alltag im Zachäus-Haus. Im Zachäus-Haus gibt es drei Mahlzeiten am Tag - in Burundi nicht selbstverständlich - und zwei kleine Schlafsäle mit Etagenbetten für die Bewohner. Die Jüngeren gehen zur Schule, die Älteren werden in der hauseigenen Schreinerei oder Näherei ausgebildet. "Wir möchten ihnen ein selbständiges Leben mit eigenem Einkommen ermöglichen", erklärt Schwester Josephine. Einige der Zachäus-Kinder haben höhere Schulabschlüsse erreicht und studieren heute Jura oder Medizin in der Hauptstadt Bujumbura.

Ein Drittel der Kosten, die die Schwestern für Verpflegung, Unterkunft, Ausbildung, für Hilfsmittel wie Rollstühle und die medizinische Versorgung der Kinder brauchen, erwirtschaftet das Haus selber. "Zum Zachäus-Haus gehören 21 Hektar Land", erklärt Hannelore Klabes. Das Land werde von Arbeitern bestellt, die dafür einen Lohn vom Zachäus-Haus bekommen. Die Erträge werden verkauft. Zwei Drittel der Kosten aber werden aus Spenden finanziert. "Wir brauchen weiterhin euer Gebet und eure Hilfe", sagte Schwester Josephine abschließend.

Wer das Zachäus-Haus in Burundi unterstützen möchte, kann sich im Internet unter "http://www.gitega.de" informieren oder sich telefonisch an Pfarrer Kamm wenden unter 02156-978 570.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Tönisvorst: Schwester Josephine erzählt aus dem Alltag im Zachäus-Haus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.