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Tönisvorst
Senioren plaudern im lauschigen Hof

Tönisvorst: Senioren plaudern im lauschigen Hof
Das Sommerfest der Alter-nativen sorgte für viel Leben im Innenhof des Mertenshofes. Das ehemalige Hotel wird zu einem Wohnhaus umgebaut, auch die Alter-nativen ziehen innerhalb des Gebäudes in andere Räume um. FOTO: ACHIM HÜSKES
Tönisvorst. Umgeben von historischem Gemäuer trafen sich am Wochenende etliche Senioren vor dem Mertenshof. Der Verein "Alter-nativen" hatte zum Sommerfest eingeladen. Auch ein Redaktionsteam nutzte die Gelegenheit, sich vorzustellen. Von Stephanie Wickerath

Es wird geplaudert und gelacht im schön dekorierten Innenhof des Mertenshofs am Kirchplatz in St. Tönis. Etwa 100 Menschen kommen im Laufe des Nachmittags zum Sommerfest des Vereins "Alter-nativen". "Wir feiern gemeinsam Karneval und Weihnachten und heute eben ein Sommerfest", sagt Sozialpädagogin Elke Schwertlik, die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin im Team. Und während "Doctor Volt" alias Dietmar Kohze mit seiner Gitarre für den musikalischen Hintergrund sorgt, sitzen Stammgäste und Neugierige bei Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und Kaltgetränken zusammen und tauschen sich aus.

Elke Schwertlik ist froh, dass der Verein auch nach dem Umbau des Mertenshofs - rund 17 Wohnungen sollen in den historischen Gemäuern entstehen - mit seinen Räumen an Ort und Stelle bleiben kann. "Zwar werden wir die Remise nicht mehr wie bisher nutzen können, aber wir bekommen neue Räume zum Pastorswall hinaus gelegen", sagt die Mitarbeiterin. Zu einer Einschränkung des Angebots werde es dadurch nicht kommen. "Die Quadratmeterzahl bleibt etwa gleich, alle Angebote können aufrechterhalten bleiben."

Vor fast 20 Jahren hat der Verein "Alter-nativen" die offene Seniorenarbeit der Stadt übernommen. In der Remise des Mertenshofs gibt es seitdem Bildungs- und Freizeitangebote, Hilfe zur Selbsthilfe und individuelle Beratung. Im Mittelpunkt steht das Café, in dem Karten gespielt wird und Bingo. Außerdem findet dort jeden Mittwoch ein Frühstück für verwitwete Menschen statt, jeden Donnerstag gibt es das kostengünstige Marktfrühstück. Organisiert werden die meisten Angebote von Ehrenamtlichen.

Dazu gehört auch das Team der Zeitschrift "Älterwerden in Tönisvorst", das seine Redaktion in den Räumen des Vereins hat. Beim Sommerfest stellt die Gruppe sich und die Zeitschrift vor. "Wir erscheinen alle drei Monate, viermal im Jahr", sagt Anne Ruckdeschel. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stünden Themen, die ältere Menschen interessieren. "Und die werden dann mit Pfiff aufgearbeitet", sagt Peter Pliester. So gibt es meist lustige Alltagsgeschichten, originelle Rezepte, Wissenswertes über Kräuter, Buchtipps und viele Seiten voller Freizeitangebote und Adressen für ältere Menschen.

Außerdem stellt die Zeitschrift in jeder Ausgabe besondere Menschen aus Vorst oder St. Tönis in einem Interview vor. Das Titelbild der aktuellen Ausgabe, wie immer vom Fotografen Kurt Fruhen, zeigt Dr. Ernst Boekels aus Vorst, der vor mehr als 50 Jahren das Medikamentenhilfswerk Action Medeor gegründet hat, heute das größte europäische Hilfswerk. Das Sommerfest nutzt das Redaktionsteam auch, um ein Feedback auf die Zeitschrift zu bekommen.

"Wir verteilen heute einen Fragebogen, um herauszufinden, was unsere Leser wünschen", sagt Anne Ruckdesche von "Älterwerden in Tönisvorst". Leser können einzelne Beiträge bewertet und haben die Möglichkeit, eigene Themenvorschläge zu unterbreiten. "Und wer heute nicht an der Umfrage teilnimmt, kann uns gerne einen Leserbrief schicken", sagt Peter Pliester.

Quelle: RP
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