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Tönisvorst
Seniorenunion: Vorstand wiedergewählt

Tönisvorst. Marcus Optendrenk MdL sieht beim neuen Wahlkreiszuschnitt durchaus Chancen für Tönisvorst.

Die Wahlen waren auf der Mitgliederversammlung der Seniorenunion der CDU Tönisvorst eine reine Formsache. Der gesamte Vorstand mit Reinhard Bismanns an der Spitze wurde einstimmig - höchstens mit Enthaltung der Gewählten - bestätigt. Der alte Vorstand ist für die nächsten zwei Jahre auch der neue. Doch einige Beisitzer erklärten, in zwei Jahren werde sich das nicht wiederholen. Dann sollten jüngere, so 60- bis 65-Jährige mal ran. Dass der Vorstand so glatt wiedergewählt wurde, verwundert nicht. Der rührige Vorstand hat ein Jahresprogramm auf die Beine gestellt, das bei den Mitgliedern anscheinend bestens ankommt. Denn Kritik kam in der Runde der 26 Stimmberechtigten nicht auf.

Der Ort der Versammlung war bewusst gewählt. Das Tennis-Center Lohrheide St. Tönis zieht besonders den Tennis-Nachwuchs an. Das gefällt den Senioren, die nicht ausgegrenzt werden wollen, sondern den Kontakt gerade zu der jungen Generation suchen - wie auch der Kinderspieltag, der im Juli 2015 zum neunten Mal am Pastorswall ausgerichtet wurde, zeigt. Nach dem zehnten soll aber vorerst Schluss mit dieser schon traditionellen Veranstaltung sein, war am Mittwochabend zu erfahren.

Die Senioren-Union hat aber nicht nur Vorträge und Ausflüge im Programm, sondern mischt sich auch in die politische Agenda ein. So hat die SU den Wunsch nach einer Querungshilfe am Rewe-Markt über die Ringstraße zur Haltestelle des Bürgerbusses in die politischen Gremien eingebracht. Im Bau- und Verkehrsausschuss lehnte die Verwaltung das Ansinnen ab. Die Politik will aber bis zum Sommer weiter darüber nachdenken lassen.

Als Redner in der Versammlung war der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk eingeladen. Dass es im Landtag nicht gelungen sei, bei der Änderung der Wahlkreiszuschnitte, Tönisvorst im Kreis Viersen zu belassen, bedauerte auch Optendrenk, der das dem "bösen Innenminister" anlastete. Anstatt den Osten Krefelds mit dem Duisburger Süden zu verbinden, muss jetzt Tönisvorst mit Krefeld den Wahlkreis für die Bundestagswahl bilden. Wie wolle man da bei einer Dreiviertel-Mehrheit der Krefelder Delegierten einen eigenen Kandidaten durchbringen? Optendrenk sieht selbst in einer Sperrminorität eine Chance.

(hb)
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