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Tönisvorst
Seulen-Medaille für Heinrich Driehsen

Tönisvorst: Seulen-Medaille für Heinrich Driehsen
Im Kaminzimmer des Alten Rathauses überreichte Bürgermeister Thomas Goßen die Seulen-Medaille an Heinrich Driehsen , mit Frau Marietta und Tochter Daniela. Mit dabei Bezirkskönig Uli Loyen und Hoteser Schützenbrüder. FOTO: NORBERT PRÜMEN
Tönisvorst. Bürgermeister Thomas Goßen zeichnete gestern Heinrich Driehsen vom Driehsenhof in Unterweiden aus. Der 56-jährige Schütze wird für seine langjährige Tätigkeit in der Heimat- und Brauchtumspflege geehrt. Von Heribert Brinkmann

Gestern am Nachmittag erhielt Heinrich Driehsen die Seulen-Medaille, am Abend ab 20.15 Uhr wurde zu Hause RTL geschaut. Denn Tochter Daniela, die Landwirtschaft studiert, war bei den Dreharbeiten von "Sankt Maik" im Kuhstall dabei. Im Kaminzimmer des Rathauses ging es jedenfalls beschaulicher zu, bei Kaffee und Kuchen feierte die Familie Driehsen zusammen mit Bürgermeister Thomas Goßen, Bezirksbrudermeister Uli Loyen und dem Vorstand der Hoteser Schützenbruderschaft die hohe Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement: die Seulen-Medaille für Heinrich Drießen.

Der Tradition entsprechend sollte die Auszeichnung bereits am 28. Januar überreicht werden, beim Em-pfang im Marienheim nach der ökumenischen Festandacht zum Antonius-Gedenktag. Sie stand unter dem Leitgedanken "Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn". Doch Heinrich Driehsen war terminlich an diesem Sonntag verhindert - weil er bereits Karten für eine Karnevalssitzung hatte und Ehefrau Marietta wegen der Geheimhaltung zur Überraschung ihm nicht erklären konnte, warum er nicht zur Karnevalssitzung, sondern ins Marienheim gehen sollte.

Bürgermeister Thomas Goßen nahm es mit Humor: "Gegen Karneval ist man im Rheinland machtlos." So gab es jetzt mitten in der Fastenzeit Kaffee und Kuchen im Kaminzimmer des Alten Rathauses. Dass seine Schützenbrüder dabei mit von der Partie waren, hat einen besonderen Grund. Denn bei der Generalversammlung der Hoteser St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Benrad-St. Tönis im Jahr 2017 hörte Heinrich Driehsen nach 25 Jahren im Vorstand auf. Der 1961 geborene Driehsen trat 1981, also mit 20 Jahren in die Bruderschaft ein und übernahm im Laufe der Jahre verschiedene Ämter, vom Schriftführer bis zum Ersten Brudermeister, gekrönt 2002 vom Amt des Schützenkönigs. Im selben Jahr wurde er auch noch Bezirkskönig.

Mehr denn je seien Menschen wie Heinrich Driehsen für das Ehrenamt wichtig, führte Bürgermeister Thomas Goßen in seiner Laudatio aus. Damit "tolle Anlässe" auch Realität werden können, braucht es in den Vereinen Vorstände, die sich darum kümmern, dass es Aspiranten um die Königswürde gibt, dass die Musik spielt und das nötige Kleingeld dafür gesichert ist. Das seien viele Stunden an Engagement, die man nicht sieht. Driehsen habe sein Amt mit Herzblut ausgeübt, habe sich für die Bruderschaft und das Schützenwesen insgesamt verdient gemacht. Ohne eine Verbundenheit zur Heimat sei dieses Engagement nicht denkbar, so Goßen weiter. Mit der Auszeichnung durch die Seulen-Medaille 2018 werde dieses Engagement gewürdigt und hervorgehoben.

Driehsen ist aber nicht nur im Schützenwesen engagiert. Er ist auch in der Ortsbauernschaft tätig und Gebietsvertreter der Rinderunion West im Aufsichtsrat in Münster. Außerdem wirkte er sechs Jahre im Kirchenvorstand von St. Cornelius in St. Tönis. 2016 gestaltete er die Höfetour mit. Im vergangenen Jahr wurde Driehsen der elfte Preisträger der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Tönisvorst. Auf dem Driehsen-Hof in Unterweiden sind 200 schwarzbunte Kühe zu finden. Aber über den Ort hinaus bekannt wurde der Hof, seitdem dort eine Milchtankstelle eröffnet wurde. Auf dem Hof leben außerdem 600 Hühner und sieben Hähne freilaufend mit einem Hühnerhotel als mobilen Stall. Zur Familie gehören ein Sohn und zwei Töchter im Alter zwischen 21 und 25 Jahren. Sohn Markus wird einmal Nachfolger auf dem Hof sein - seit einem Jahr ist er dort der Juniorchef. Tochter Gaby arbeitet als Bankbetriebswirtin und Tochter Daniela studiert Landwirtschaft in Soest.

Außer Kühen und Hühner hat Heinrich Driehsen noch ein anderes tierisches Hobby: Er züchtet Berner Sennenhunde. Und wenn er dann noch Zeit und Kraft hat, kann man ihn auf dem Fahrrad bei einer Tour rund um Tönisvorst treffen.

Quelle: RP
 
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