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Tönisvorst
Seulen-Medaille für Jürgen Kuhlenschmidt

Tönisvorst: Seulen-Medaille für Jürgen Kuhlenschmidt
Gestern überreichte Bürgermeister Thomas Goßen (5.v.l.) im Rathaus die Seulen-Medaille nebst Urkunde an Jürgen Kuhlenschmidt (rechts daneben). Bei der Ehrung mit dabei das Martinskomitee St. Tönis. FOTO: NORBERT PRÜMEN
Tönisvorst. Jürgen Kuhlenschmidt war fast 40 Jahre im Martins-Komitee aktiv. 23 Jahre hatte der St. Töniser den Vorsitz inne. Für sein Engagement wurde er nun mit der Seulen-Medaille der Stadt ausgezeichnet. Von Stephanie Wickerath

"Lass Dir kein Amt andrehen", hatte seine Frau gesagt, als Jürgen Kuhlenschmidt sich mal wieder mit dem Vorstand des Martins-Komitees St. Tönis traf, der gerade auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden war. "Eine halbe Flasche Mariacron später war ich der neue Vorsitzende", erzählt der 70-Jährige und lacht.

23 Jahre lang sollte Kuhlenschmidt dieses Amt mit viel Liebe und Herzblut ausfüllen. Jedes Jahr organisierte er die Sammlungen an den Haustüren mit, bei denen das Komitee um Spenden bittet. Jedes Jahr war Kuhlenschmidt dabei, wenn der St. Martin mit dem Pferd am 11. November den Zug der St. Töniser Kindergartenkinder anführte und am 12. November vor den Schulklassen ritt. Und jedes Jahr hat Kuhlenschmidt mit einigen Helfern vorher rund 1600 Tüten mit Süßigkeiten und einem Weckmann für die Kinder gefüllt und Weckmänner zu den Senioren im Ort gebracht. Auch den Besuch des St. Martins im Altenheim und das Feuerwerk nach dem Umzug hat Kuhlenschmidt mitorganisiert.

Nun aber hört der 70-Jährige auf - zumindest offiziell. "Mein Sohn Lars ist zum neuen Vorsitzenden gewählt worden", erzählt der St. Töniser, der jetzt stolz den Titel Ehrenvorsitzender des Martinskomitees St. Tönis trägt. "Der Vorsitz bleibt also in der Familie. Und sollte mein Sohn mal Hilfe brauchen oder verhindert sein, spring ich ein", verspricht er und setzt verschmitzt hinzu: "Ich weiß ja, wie es geht."

Für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz beim Martins-Komitee (bevor er Vorsitzender wurde, war Kuhlenschmidt bereits 14 Jahre lang im Verein aktiv), wurde der St. Töniser jetzt mit der Seulen-Medaille der Stadt Tönisvorst ausgezeichnet. In einer kleinen Feierstunde im Rathaus überreichte Bürgermeister Thomas Goßen gestern die Auszeichnung. "Die Seulen-Medaille ist Dank und Anerkennung für Ihre Arbeit und das sage ich auch im Namen der Kinder dieser Stadt", sagte der Bürgermeister.

"Das ist eine große Ehre", sagte Kuhlenschmidt, der sich sichtlich über die Auszeichnung in Form einer Urkunde und einer Medaille freute. Auch der St. Martinsdarsteller Robert Brunner sowie Jupp Beudels, der seit 30 Jahren den armen Mann spielt, gratulierten dem 70-Jährigen.

Der reiht sich nun in eine illustre Runde ein. In den vergangenen Jahren wurde die Seulen-Medaille unter anderem vergeben an Helmut Geisler, Werner Rolshoven, Walter Schöler, Wolfgang Schouten, Werner Lessenich, Peter Siegel, Hans Gerd Peters, Hedwig Lange, Wolfgang Arretz, Heinz Kämmer, Herbert Kohnen, Angela Frese, Simone Dumeige, die Ordensschwestern des Marienheims, Action Medeor, das Notarztteam und die Freiwillige Feuerwehr.

Vorgeschlagen werden die Preisträger dem Bürgermeister von den Bürgern. Der vergibt seit 2001 in unregelmäßigen Abständen die Medaille "in Würdigung und Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit im Bereich der Heimat- und Brauchtumspflege", wie es im Text der Urkunde heißt. Der Name der Medaille geht zurück auf die Familie Seulen (siehe Kasten). Die Medaille selber besteht aus vergoldetem 999er Feinsilber und wird in limitierter Auflage hergestellt. Ihr Durchmesser beträgt 35 Millimeter, das Gewicht liegt bei 15 Gramm.

Quelle: RP
 
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