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Tönisvorst
Spannende Reise durchs Universum

Tönisvorst: Spannende Reise durchs Universum
Gert Külkens von der Vereinigung Krefelder Sternfreunde entführte die Kinder des Jugendfreizeittreffs St. Tönis mit Hilfe seiner "Rollenden Sternwarte" in die Milchstraße. FOTO: WOLFGANG KAISER
Tönisvorst. Den Blick ins Universum werfen, das konnten die jungen Besucher jetzt im St. Töniser Jugendfreizeitzentrum. Dort war die Rollende Sternwarte aus Krefeld zu Besuch. Von Bianca Treffer

Mit dem Herunterfahren der Jalousien im Saal des St. Töniser Jugendfreizeitzentrums "Treffpunkt JFZ" gewinnt das gigantische Bild der Milchstraße auf der großen Leinwand an Intensivität. Die gerade noch plappernden Kinder verstummen. Augen richten sich auf das Bild und den Titel "Eine Reise durchs Universum". "Das ist unsere Milchstraße. Wenn ihr nachts in freien Gebieten in den Himmel guckt, dann könnt ihr ein schmales Band sehen und das ist sie", erklärt Gert Külkens von der Vereinigung Krefelder Sternfreunde und startet damit eine abenteuerliche Reise ins Universum. Er hat nämlich die "Rollende Sternwarte" mitgebracht und die ist dank Laptop, Beamer und Leinwand überall zuhause.

Welche Ausmaße die Milchstraße hat, macht der Amateurastronom mit einem einfachen Beispiel deutlich. Das Licht braucht vom Mond bis zur Erde eine Sekunde. Der Durchmesser der Milchstraße liegt hingegen bei 100 000 Lichtjahren. "Unser Sonnensystem ist dabei nur winzig klein", bemerkt Külkens. Dass sich die Erde um die Sonne dreht und dafür ein Jahr braucht, ist allen jungen Besuchern bekannt und auch von der sogenannten Lichtverschmutzung haben viele schon gehört. Was es damit auf sich hat und warum man die Sterne in der Stadt schlechter sehen kann als auf freien Flächen, erklärt der Fachmann Stück für Stück. Passend dazu gibt es Satellitenaufnahmen der Erde, die Lichtverschmutzung aufzeigen und das Ganze so visuell begreifbar machen. Wie unterschiedlich, betreffend die Erkennbarkeit von Sternbildern, der gleiche Sternenhimmel über Sonsbeck oder im fernen Afrika aussehen kann, dass der Stern an der Deichsel des großen Wagens ein Doppelstern ist oder wie ein Teleskop arbeitet - Wissenswertes, kindgerecht herübergebracht und durch die entsprechenden Aufnahmen verdeutlicht, gibt es jede Menge. Dass die Sonne im Kern 15 Millionen Grad heiß ist und außen lediglich noch 5500 Grad und dass dort aus Wasserstoff Helium wird, wobei Energie abgegeben wird, die als Wärme auf der Erde ankommt, ist interessant, aber noch viel spannender wird es bei den Fotos, die die sogenannten Sonnenfackeln zeigen. "Wie wird denn so etwas aufgenommen?", kommt die Frage aus den Besucherreihen. Külkens wird nicht müde zu erklären. Mit ihm wird die Sonnenfinsternis per Bilderserie zum spannenden Erlebnis mit Countdown zählen und beim Fotogang über den Mond haben die jungen Besucher das Gefühl, direkt dabei zu sein. Herzliche Lacher gibt es beim Mondauto, Staunen bei den Astronautenfotos und deren Ausrüstung. Dass man die Krater und Maare des Mondes auch mit einem Fernglas beobachten kann, ist eine Aufgabe für den Abend, aber nichtsdestotrotz gibt es mit Külkens auch Blicke in den Himmel am Tage. Er hat nämlich ein Spiegelteleskop dabei und mit Hilfe des Gerätes können Sonnenflecken beobachtet werden. "Das ist einfach nur cool", fasst es der neunjährige David zusammen. Nick ist nicht minder begeistert. "Ich interessiere mich für Astronomie und finde die Rollende Sternwarte klasse", bemerkt der Elfjährige.

Quelle: RP
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