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Tönisvorst
Spatenstich für Kunstrasenplatz steht an

Tönisvorst: Spatenstich für Kunstrasenplatz steht an
Wo derzeit noch eine Wiese mit Unkraut wächst, sollen schon in wenigen Monaten Fußballspiele stattfinden. Dann können die Fußballer endlich auch im Winter draußen spielen. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. Es ist so weit: Am Samstag ist Spatenstich für den Bau des Kunstrasenplatzes der DJK Teutonia St. Tönis an der Jahnsportanlage. Dreieinhalb Jahre Planungs- und Genehmigungsverfahren liegen hinter den Verantwortlichen. Von Stephanie Wickerath

Dirk Schreiber, Vorsitzender des Sportvereins DJK Teutonia, kann es selbst kaum glauben. Etliche Stunden ihrer Freizeit haben der Vereinschef und seine Mitstreiter in den vergangenen Jahren geopfert, um dieses Projekt zu realisieren: Einen eigenen Kunstrasenplatz für die Fußballabteilung des Vereins will die Teutonia auf dem Grundstück zwischen Jahnsportanlage und der Straße Biwak bauen. "Wir haben das städtische Grundstück auf Erbpachtbasis bekommen und wollen dort einen 70 mal 110 Meter großen Kunstrasenplatz anlegen", sagt Dirk Schreiber.

Rund 450.000 Euro sind für den neuen Platz veranschlagt. Der Löwenanteil kommt vom Verein selbst. "Das Geld nehmen wir aus unseren Rücklagen, aus den Mitgliedsbeiträgen, aus Spenden und von Sponsoren", sagt der Vorsitzende. Zusätzlich werde ein Kredit aufgenommen. Außerdem will die Sparkassenstiftung das Projekt "Kunstrasenplatz" mit 50.000 Euro fördern.

Fast vier Jahre ist es her, dass der Plan im Vorstand entwickelt wurde. Bis aber das Geld zusammengetragen und der Vertrag mit der Stadt aufgestellt war, die Politiker den Neubau genehmigt hatten und sämtliche Gutachten erbracht waren, zogen die Jahre ins Land. Nun aber ist es endlich so weit. "Am Samstag werden die Zäune gesetzt, die die Baustelle umgeben, und dann folgt der erste Spatenstich", sagt Schreiber, der hofft, dass die Arbeiten jetzt "im Galopp" vonstattengehen. "Zur neuen Saison im Sommer wollen wir den Platz nutzen", sagt der Vereinschef. Wenn das Wetter mitspiele und alles glatt laufe, betrage die Bauzeit etwa zehn Wochen.

Der Kunstrasenplatz, der den Vorteil hat, dass die Sportler auch im Winter dort Fußball spielen können, soll außerdem eine Flutlichtanlage bekommen. Die meisten Arbeiten will der Verein, der 19 Fußballteams hat, in Eigenarbeit leisten. Da, wo bald gekickt werden soll, findet sich zurzeit noch eine Wiese. Bisher hat die Teutonia das Jahnsportstadion genutzt und sich den Ascheplatz an der Anlage mit dem SV St. Tönis geteilt.

Von dem neuen Kunstrasenplatz sollen nicht nur die Teutonen-Kicker profitieren. Der Verein will den Platz vormittags auch den St. Töniser Kindergärten und Schulen zur Verfügung stellen. Auf diese Nutzungsrechte hatte auch die Stadt Wert gelegt. Auf lange Sicht kann der Verein sich vorstellen, das Jahnstadion von der Stadt zu pachten und dort für die Wettkämpfe der Leichtathletikabteilung eine Tribüne zu bauen.

Nun aber freuen sich die engagierten Sportler aber erstmal darüber, dass sie endlich ihren Traum vom eigenen Kunstrasenplatz umsetzen können.

Quelle: RP
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