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Tönisvorst
SPD: Chancen und Risiken genau abwägen

Tönisvorst. Breiten Raum nahm die Diskussion des Antrags der Sekundarschule Tönisvorst auf Umwandlung in eine Gesamtschule im Rahmen der Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion am Montagabend ein.

Vor einer Entscheidung in dieser "für die Kinder und Eltern, aber auch die ganze Stadt wichtigen Frage "müssten die Chancen und die Risiken einer solchen Umwandlung sorgfältig durch die Verwaltung aufgezeigt werden", so fasst SPD-Fraktionschef Dr. Michael Horst in einer gestern verschickten Pressemitteilung die Diskussion zusammen. Gegebenenfalls müssten auch die Bedingungen festgelegt werden, zu denen die Stadt eine solche Umwandlung für umsetzbar hält.

Die voraussichtliche Entwicklung der Schülerzahlen, die auch in der Nachbarstadt Krefeld schon zu schulorganisatorischen Schritten vor allem der Gymnasien geführt hatte, bringe "bedauerlicherweise weiterhin Unruhe in die Schullandschaft", so die stellvertretende Schulausschussvorsitzende Christa Vossdahls. Die Folgen einer Umwandlung der Sekundar- in eine Gesamtschule hinsichtlich der zu prognostizierenden Schülerzahlen, die damit verbundenen Risiken für beide Schulen sowie der für die Stadt entstehende finanzielle Aufwand und natürlich auch die Chancen, die mit der Umwandlung in eine Gesamtschule verbunden wären, müssten sorgfältig ermittelt und abgewogen werden, waren sich die Mitglieder der SPD-Fraktion einig.

Über zahlreiche, bereits aufgeworfene Fragestellungen hinsichtlich der erforderlichen Schülerzahlen, des notwendigen Raumangebots hinausgehend sei auch wichtig, wie eine Einrichtung einer Gesamtschule sich auf die zu hohe Abwanderungsquote von Schülerinnen und Schülern hin zu Schulen außerhalb des Stadtgebiets auswirken würde und ob sich vor allem im Oberstufenbereich ein "Attraktivitätsgewinn" sowie Synergieeffekte durch verbindliche Kooperation der beiden Oberstufen erzielen ließen.

Nach Ansicht der SPD-Fraktion ist eine klare und umfassende Beantwortung dieser Frage durch eine entsprechende Vorlage der Verwaltung in enger Zusammenarbeit mit beiden Schulen die Voraussetzung für eine Entscheidungsreife. Heute wird sich der Schul- und Kulturausschuss um 18 Uhr mit diesem Thema befassen.

Quelle: RP
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