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Tönisvorst
Spielplätze: Tönisvorster CDU wehrt sich gegen Vorwürfe

Tönisvorst. Das möchte die Tönisvorster CDU so nicht auf sich sitzen lassen. Jetzt reagiert sie mit einer Stellungnahme auf einen Pressetermin, zum dem SPD und Grüne auf den Spielplatz "Im Buysch" eingeladen hatten. Konkret geht es um die Spielplatzgestaltung der vier Vorster Spielplätze.

In der letzten Sitzung des zuständigen Bau-, Energie-, Verkehrs- und Umweltausschusses (BEVU) wurde ein Antrag der CDU zu den Vorster Spielplätzen mit Mehrheit beschlossen. Grund des Antrages war der Wunsch nach einer rein inhaltlichen Veränderung mit der Zielsetzung: den Vorster Norden mit den Spielplätzen "Kniebeler Park" und "Am Dommeshof" aufzuwerten, den "Am Kuhlenhof" wie geplant umzusetzen und für den Spielplatz "Im Buysch" von der Verwaltung prüfen zu lassen, ob dort ebenfalls eine Aufwertung für Jugendliche erfolgen kann - etwa mit einem Beachvolleyballfeld. Die für die Maßnahmen notwendigen Finanzmittel wurden freigegeben. "Wir denken bei unserer Spielplatzplanung an morgen, denn dann werden im Baugebiet Vorst-Nord viele junge Familien mit Kindern wohnen und wir wollen diesem zukünftigen Bedarf gerecht werden", begründet CDU-Pressesprecher Alexander Decher die Position der Christdemokraten. Es gehe um fußläufige Erreichbarkeit und eine Akzentverschiebung nach Norden. Außerdem könnten keine Kinder befragt werden, weil sie schlichtweg noch nicht im Vorster Norden wohnten. Leider hätten SPD und Grüne ihre Abstimmungsniederlage im BEVU noch nicht verarbeitet und schlüpften nun in die Rolle des schlechten Verlierers. "Wenn die Vertreter von SPD und Grünen aufgepasst hätten, wüssten Sie, dass die Mittel vom Ausschuss ebenfalls freigegeben wurden, aber gegen die Stimmen von SPD und Grünen", beschreibt Decher den am 21. Juni gefassten Beschluss. Die Mittelfreigabe öffentlich fordern, wenn man selbst im Ausschuss dagegen votiert habe, zeige, worum es Rot-Grün eigentlich gehe: Klamauk. Leider habe die Verwaltung diesen Beschluss im Protokoll nicht korrekt wiedergegeben, was zu Irritationen geführt habe. Die CDU habe hierzu bereits am 17. August eine Eingabe zur Korrektur der Niederschrift gemacht.

Die beantragte Sondersitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren, Soziales und Sport (JuSeSoSpo) habe in den Reihen der CDU für Heiterkeit gesorgt, berichtete CDU-Ausschusssprecherin Anja Lambertz-Müller. Grund: Der Ausschuss ist überhaupt nicht für die Spielplätze, die Mittelfreigabe und deren Planung zuständig. "Die Zuständigkeit liegt nach Zuständigkeitsordnung beim BEVU. Der JuSeSoSpo hat lediglich beratende, aber keine entscheidende Funktion", erläutert Lambertz-Müller. SPD und Grüne verursachten mit ihrem Antrag auf Sondersitzung nur Kosten für den Steuerzahler im vierstelligen Eurobereich. "Und dann für eine Sitzung, die ohnehin keine Auswirkungen hat", so Lambertz-Müller. Die CDU werde an ihrem Beschluss im BEVU festhalten, weil dadurch zielgruppengerechtere Spielplätze für den Ortsteil Vorst möglich werden. Die Verwaltung sei nun am Zug, die Maßnahmen umzusetzen.

Quelle: RP
 
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