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Tönisvorst
Stadt sieht sich Umleitung gewachsen

Tönisvorst: Stadt sieht sich Umleitung gewachsen
Auch über die Süchtelner Straße in Vorst soll der Verkehr umgeleitet werden, wenn der Kempener Außenring zwischen Hüls und Grefrath erneuert wird. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. Ab Ende April wird der Kempener Außenring (B 509) zwischen Hüls und Grefrath erneuert. Der Verkehr soll weiträumig umgeleitet werden - empfohlen wird dafür auch die L 475 (Süchtelner Straße) in Vorst und der Südring in St. Tönis. Von Heribert Brinkmann

Wolfgang Schouten, Fachbereichsleiter C (Sicherheit und Ordnung), sieht es gelassen: "Das werden wir auch überstehen". Gemeint sind die empfohlenen Umleitungen über die L475, wenn ab Ende April der Kempener Außenring abschnittweise gesperrt wird, um die Fahrdecke neu zu asphaltieren. Straßen nrw will die Umleitungen weiträumig ausweisen und nutzt dafür besonders die L 475, die als Süchtelner Straße durch Vorst führt, um über die St. Töniser Straße weiter nach St. Tönis zu gelangen.

Die ersten Bauabschnitte betreffen die B 509 zwischen Kempen und Hüls. Das bedeutet, dass die Ausweichstrecken durch Vorst weiter nach St. Tönis reichen, also über Südring und Ostring in den Ort hineinführen, dann entweder über die Krefelder Straße Richtung Krefeld abbiegen oder über die recht enge Hülser Straße über Unterweiden weiter Richtung Hüls und Krefeld-Nord gehen. Bei späteren Bauabschnitten, wenn die Spange zwischen Krefeld und Hüls wieder freigegeben ist, können die umgeleiteten Autoverkehre bereits in der Ortslage Vorst nach Norden Richtung Kempen abbiegen oder in St. Tönis die Düsseldorfer Straße Richtung Kempen nehmen. Die Kreisstraßen dürfen nicht für Umleitungen für Lastwagen empfohlen werden. Doch für die zahlreichen Personenkraftwagen besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich die Fahrer die für sie kürzeste und beste Strecke auch über Kreisstraßen und Schleichwegen aussuchen. So eine Strecke könnte durchaus Schmitzheide und Reckenhöfe sein.

Die Stadt Tönisvorst ist im Vorfeld der Baumaßnahme ordnungsgemäß kontaktiert und gefragt worden. Wolfgang Schouten lobt ausdrücklich die Weitsichtigkeit der Landesplaner. Bei Umleitungen gebe es regional gesehen ein Geben und Nehmen. In diesem Falle müssten die Stadt Tönisvorst und deren Bürger die Umleitungen in Kauf nehmen. Die zusätzlichen Verkehre würden sich verteilen. Zu den ausgewiesenen Umleitungen über die L 475 habe die Stadt Tönisvorst ihre Zustimmung gegeben.

Nun hat gerade die Süchtelner Straße eine lange Geschichte, was Klagen von Anwohnern über Dichte und Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs anbetrifft. Sogar eine Ortsumgehung war vor Jahren diskutiert worden. Zuletzt war 2015 die Situation der Straße im Bau- und Verkehrsausschuss diskutiert worden. Nach der Messung von 2010 mit 9899 Fahrzeugen pro Tag waren 2015 nur 7300 Fahrzeuge täglich auf der Süchtelner Straße gemessen worden. Auch die Geschwindigkeitsüberschreitungen seien bei der Messung durch den Kreis mit 3,6 Prozent sehr gering. Eine Tempo-30-Zone und eine Sperrung für den Lkw-Durchgangsverkehr waren im vergangenen Jahr deshalb verworfen worden.

Quelle: RP
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