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Tönisvorst
Verfahren zur Umwandlung der Sekundarschule läuft

Tönisvorst. Nachbarstädte haben keine Bedenken gegen die Umwandlung in eine Gesamtschule geäußert.

Obwohl der Tönisvorster Stadtrat am 3. November mehrheitlich beschlossen hat, das Verfahren zur Umwandlung der Sekundarschule Tönisvorst in eine Gesamtschule einzuleiten, stand das Thema jetzt erneut auf der Tagesordnung des Schul- und Kulturausschusses. Bürgermeister Thomas Goßen teilte mit, dass von den Nachbarstädten keine Einwände zur Gründung einer Gesamtschule in Tönisvorst gekommen seien. Lediglich ein Gymnasium aus einer Nachbarkommune habe den Passus bemängelt, dass Tönisvorst versuchen muss, die Zahl der auspendelnden Schüler deutlich zu reduzieren (rund 25 Prozent pro Jahrgang).

Der Bürgermeister informierte weiter, dass der Rat jetzt, da das "Verfahren zur Herstellung des regionalen Schulkonsens'" sowie die Abstimmung mit der Bezirksregierung abgeschlossen seien, in seiner Sitzung am 13. Dezember den formalen Beschluss zur Errichtung einer Gesamtschule fassen könne. Dazu gehöre, dass sowohl das Michael-Ende-Gymnasium Tönisvorst als auch die neue Gesamtschule auf vier Züge beschränkt werden.

Das heißt: Beide Schulen können pro Schuljahr je 120 Kinder aufnehmen. Das ist in etwa die Anzahl der Tönisvorster Grundschüler, die jedes Jahr in eine weiterführende Schule wechselt. So umfasst der Jahrgang, der im kommenden Schuljahr die Grundschule verlässt, 238 Kinder, im Jahr darauf sind es 208 Kinder, zum Schuljahr 2019/20 wechseln 230 Kinder an weiterführende Schulen, 2020/21 sind es voraussichtlich 221 Schüler.

Sollte die Gesamtschule aber im Februar, wenn die Anmeldewoche an den weiterführenden Schulen startet, keine 100 Anmeldungen bekommen, wird die Sekundarschule nicht umgewandelt, sondern bleibt bestehen. Auch würde das Michael-Ende-Gymnasium dann nicht beschränkt, sondern könnte weiterhin fünfzügig geführt werden.

Die Politiker im Ausschuss fragten, was mit Kindern aus anderen Städten sei, die eine weiterführende Schule in Tönisvorst besuchen möchten. "Wir haben traditionell viele Kinder aus dem Krefelder Stadtteil Forstwald, die bei uns zur Schule gehen", sagte Christa Voßdahls. "Bekommen die künftig keinen Platz mehr in St. Tönis?" Harald Schramm, Schulbeauftragter der Verwaltung gab an, dass die 240 Plätze an Gymnasium und Gesamtschule vorrangig für Tönisvorster Kinder seien.

Da man nicht davon ausgehen könne, dass ab dem nächsten Schuljahr tatsächlich alle 238 Viertklässler an eine weiterführende Schule in Tönisvorst wechseln, bestehe für die Forstwalder kein Grund zur Sorge.

(wic)
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