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Tönisvorst
Verkehrsexperte rät von Haltepunkt Benrad ab

Tönisvorst. Für die Reaktivierung des Regionalbahn-Haltepunktes Benrad an der Eisenbahnlinie Kleve-Düsseldorf setzen sich in Tönisvorst vor allem die SPD-Fraktion und die Grünen ein.

Nun bekamen die Lokalpolitiker von Rolf Alexander, Projektleiter bei der Planersocietät Dortmund, der im Auftrag des Kreises Viersen mit dem Nahverkehrsplan betraut ist, einen Dämpfer. "Ich rate dringend von der Reaktivierung des Haltpunkts ab", sagt Alexander im Tönisvorster Bau- und Verkehrsausschuss.

Der Haltepunkt liege in keinem Siedlungsbereich und habe keine Busanbindung. "Und ich wüsste auch keine Buslinie, die dort entlang fahren könnte", sagt der Planer. Das bedeute, der Haltpunkt brauche einen enorm großen Park & Ride-Platz. "Das führt zu hoher Flächenversiegelung und ist sehr teuer", warnt der Experte. Stadtplaner Marcus Beyer von der Stadtverwaltung Tönisvorst weist dagegen darauf hin, dass der Haltpunkt bereits im Regionalplan aufgenommen worden sei, weil er sowohl für St.

Töniser als auch für Hülser Bürger von großem Interesse sei. Bereits 2013 hatten die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gefordert, einen zusätzlichen Haltepunkt der Nordwest Bahn zwischen Kempen und Krefeld einzurichten. Hintergrund war die bessere Anbindung durch den öffentlichen Personennahverkehr in Richtung Düsseldorf für die staugeplagten Berufspendler aus der Region rund um Tönisvorst.

(wic)
 
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