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Tönisvorst
Viele Fragen im Schulausschuss beantwortet

Tönisvorst. Auch im Schul- und Kulturausschuss war das beherrschende Thema der Antrag der Sekundarschule auf Umwandlung in eine Gesamtschule. Etwa 25 Zuhörer hatten sich am Mittwochabend eingefunden. Außerdem waren die Schulleitungen der vier Grundschulen und der weiterführenden Tönisvorster Schulen anwesend. Die hielten sich aber zurück, während Bürgermeister Thomas Goßen die Fragen beantwortete, die die CDU- und die SPD-Fraktion bei der Verwaltung eingereicht hatten. Von Stephanie Wickerath

Eine dieser Fragen lautete, wie es mit der gerade mal drei Jahre alten Sekundarschule weitergehe, wenn dauerhaft nur 66 - wie zum nächsten Schuljahr - oder gar weniger Schüler angemeldet würden. Goßen informierte, dass die Sekundarschule bei weniger als 60 Anmeldungen vorübergehend weiter in Betrieb bliebe, aber auf lange Sicht "auslaufend gestellt" werde. Das gelte auch für eine Gesamtschule, die allerdings noch 15 Schüler mehr, nämlich die Mindestanmeldezahl von 75 Schülern, erreichen müsse.

Auch die Frage, wie viele Kinder durchschnittlich auf einer Gesamtschule die gymnasiale Oberstufe besuchen und wie viele auf dem Michael-Ende-Gymnasium (MEG) von der 5. Klasse bis in die Oberstufe gehen, wurde beantwortet: Demnach zeige die Erfahrung aus Gesamtschulen, dass 50 Prozent der Kinder dort bis zur Oberstufe bleiben. Von den Kindern, die in die 5. Klasse des Michael-Ende-Gymnasiums gehen, besuchen 93 Prozent auch die Oberstufe der Schule. Bei den Schulwechslern sehe es bisher so aus, dass im Schuljahr 2014/15 drei Sekundarschüler aus der Klasse 6 zum MEG gewechselt sind, im aktuellen Schuljahr sind es zwei. Ein Kind ist im aktuellen Schuljahr vom Gymnasium in die Klasse 6 der Sekundaschule gekommen. In der Klasse 7 sind sechs Kinder, die zuvor das MEG besucht haben.

Auf die Frage nach den Schulempfehlungen sagte Harald Schramm, Schulbeauftragter der Stadt, dass fast zwei Drittel der Sekundarschüler eine Realschulempfehlung hätten, zwei bis vier Kinder pro Jahrgang seien mit einer eingeschränkten Gymnasialempfehlung zur Sekundarschule gewechselt, je ein Kind mit Gymnasialempfehlung. Ein Drittel der Kinder habe eine Hauptschulempfehlung, bei drei bis vier Kindern pro Jahrgang gebe es eine Förderschulempfehlung.

Die Ausschussvorsitzende Angelika Hamacher (CDU) schlug vor, am 14. und 27. September sowie am 26. Oktober weitere Sitzungen des Schulausschusses anzusetzen, um "die Möglichkeit zu haben, umfangreich zu beraten", bevor Ende Oktober zunächst im Schulausschuss und dann im Stadtrat die Entscheidung fallen soll, ob die Sekundarschule Tönisvorst zum Schuljahr 2017/18 in eine Gesamtschule mit eigener gymnasialer Oberstufe umgewandelt wird.

Quelle: RP
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