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Tönisvorst
Vorschulkinder auf Pilgerreise

Tönisvorst: Vorschulkinder auf Pilgerreise
Mit einem Pilgerstab und leuchtenden Kappen ausgestattet folgten die Vorschulkinder der katholischen Kindertagesstätten St. Antonius und Marienheim aus St. Tönis der Einladung des Erzbistums zur Pilgerreise nach Aachen. FOTO: ST. WICKERATH
Tönisvorst. Den Aachener Dom erlebten 35 Vorschulkinder der beiden katholischen Kitas auf ganz besondere Art. Unter dem Motto "Effata - öffne Dich" können die Kinder das Gotteshaus mit allen Sinnen erleben. Von Stephanie Wickerath

Einen aufregenden Tag erlebten 35 Vorschulkinder der beiden katholischen Kindertagesstätten St. Antonius und Marienheim St. Tönis. Gemeinsam mit sieben Erziehrinnen fuhren die Fünf- und Sechsjährigen mit dem Bus nach Aachen. Dort pilgerten sie zum Aachener Dom, wo sie eine Führung mit vielen Stationen erwartete. Unter dem Motto "Effata - öffne Dich", sollten die Vorschulkinder das ganz besondere Gotteshaus mit allen Sinnen erfahren.

"Wir haben die Wände abgetastet", erzählt Luisa. "Und den Thron gesehen", sagt Cyntia. Außerdem haben die Kinder mit einem Guck-Rohr die Deckenmosaike ganz genau betrachtet. "Und beim Gottesdienst mit dem Weihbischof haben wir unseren Pilgerstab hochgehoben", erinnert sich Henry. Auch ein Spaziergang durch Aachen und der Besuch eines Theaters gehörten zu dem ungewöhnlichen Tagesprogramm.

Zum fünften Mal hat das Generalvikariat die katholischen Kindergärten im Bistum zu einer Pilgerreise nach Aachen eingeladen. Insgesamt kamen rund 1700 Vorschulkinder mit ihren Erzieherinnen. Weil die Pilgerreise der Kinder in das von Papst Franziskus ausgerufenen "Jahr der Barmherzigkeit" fiel, haben die Kindertagesstätten sich vorher mit dem Thema auseinander gesetzt. "Wir haben das Wort erklärt und gemeinsam mit den Kindern Ideen gesammelt, wie wir barmherzig sein können", erzählt Erzieherin Uschi Speis. Den vielen Gesprächen zum Thema, die auch in die Elternhäuser getragen wurden, wie Gruppenleiterin Conny Dahms weiß, folgten Taten. So buken die Kinder einen Kuchen für das Flüchtlingscafé der katholischen Kirche. Außerdem haben die Kinder Lieder gelernt, die sie auf ihrer Pilgerreise gesungen haben. So tönte es im Bus aus 35 Kehlen: "Wir sind die Kleinen in der Gemeinde, wie sind das Salz in der Suppe". Maria Leyendeckers, Leiterin der beiden katholischen Kindertagesstätten in St. Tönis, kann sich gut vorstellen, dass diese Pilgerreise wiederholt wird: "Das war so ein tolles Erlebnis für uns alle, dass es bestimmt nicht einmalig bleibt." Und dann kommen auch die leuchtenden Kappen wieder zum Einsatz, die die Kanalreinigungs- und Entsorgungsfirma Roth aus Krefeld den Kindertagesstätten für ihre Pilgerreise gespendet hat.

Quelle: RP
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