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Tönisvorst
Vorst ist der Mittelpunkt der Apfelstadt

Tönisvorst: Vorst ist der Mittelpunkt der Apfelstadt
Apfelbauer Bernd Fruhen und Apfelkönigin Sonja I. stoßen beim Apfelfest in Vorst mit einem Glas Apfelsaft an. Die 25-jährige Studentin hatte das Apfelfest als Schirmherrin eröffnet. FOTO: ACHIM HÜSKES
Tönisvorst. Das fünfte Apfelfest in Vorst bot gestern allerlei Genussvolles von Apfel-Kürbissuppe und natürlich Apfelkuchen bis hin zur exklusiven Vorster Apfelwurst. Die neue Apfelkönigin Sonja I. brachte zur Eröffnung des Festes sonniges Wetter mit. Von Eva-Maria Geef

Ob als Kuchenbelag, Suppenzutat oder beim Angel-Spiel für die kleinen Besucher: An diesem Sonntag drehte sich in Vorst alles um den Apfel. Das Apfelfest mit insgesamt 50 ausstellenden Unternehmen und einem bunten Bühnenprogramm vor der Kirche startete bei bestem Wetter. "Wir haben gehofft, gebangt und die Wolken weggepustet", lacht Regina Bormann, Vorsitzende von "Vorst aktiv". Die Interessensgemeinschaft ist Veranstalter des inzwischen fünften Apfelfestes. Kein Wunder, denn: "Nach dem Bodensee und dem Alten Land haben wir hier das größte Apfelanbaugebiet", so Bormann. Begonnen hat alles mit Festen auf den umliegenden Bauernhöfen, wobei reihum immer ein Hof für alle anderen ausrichtete. Als diese einen immer größeren Zuspruch erhielten und der Platz nicht mehr ausreichte, entschied man sich, das Apfelfest in die Innenstadt zu verlegen.

"Das Fest ist eine tolle Bereicherung für Tönisvorst, hier ist es am richtigen Platz", so Bürgermeister Thomas Goßen. "Es ist toll, wie viele Menschen wieder mitmachen." Feierlich eröffnet wurde das Apfelfest von der Schirmherrin, der frisch gekürten Apfelkönigin Sonja I. (25). Über ihre neue Tätigkeit erzählt die Transport- und Logistik-Studentin: "Ich habe schon viele Eindrücke gesammelt, viel gesehen, war auf vielen Obsthöfen und habe viele nette Menschen kennengelernt." Für den Titel der Apfelkönigin musste sich Sonja Schmidt bewerben, und beschrieb ihre sehr positiven Kindheitserinnerungen und die Freiheit, die sie als Kind in St. Tönis erleben durfte. Sie stamme selber nicht von einer Obstplantage, koche und backe aber sehr gerne und sei mit ihrer Heimat nach wie vor sehr verbunden. "Die Idee zur Apfelkönigin kam seinerzeit aus den Reihen der Apfelbauern, um das Thema Apfel lebendiger zu machen", erinnert sich Thomas Goßen. Die erste Königin Annika Lambertz war zwei Jahre in dieser Funktion unterwegs. "Ich dachte, wir probieren es einmal aus, und war sehr überrascht, wie gut das Thema und auch die Person von der Bevölkerung angenommen wurde", so Goßen.

Auch das Bühnenprogramm fand bei Groß und Klein zahlreiches Interesse. Die Veranstalter von Vorst aktiv können sehr zufrieden sein. FOTO: Hüskes, Achim (achu)

An diesem Sonntag dreht sich wirklich alles um den Apfel. Zahlreiche Stände bieten Probierstücke und Obst zum Kauf an, zudem gibt es ein großes Speisenangebot an Waren, in denen Äpfel enthalten sind: Es reicht von Apfel-Rosmarin-Kartoffeln, Apfel-Kürbissuppe, Kuchen sowie Crêpes bis zu einer Apfel-Bratwurst. Erfinder dieser Spezialität ist Markus Helbig: "Die mache ich seit fünf Jahren für das Apfelfest." Für die Bratwurst, die er ausschließlich hier verkauft, verwende er eine säuerliche Apfelsorte. Angela Faßbender hat sie soeben zum ersten Mal probiert. "Ich war skeptisch, weil die Zusammenstellung doch sehr ungewöhnlich ist", lacht sie. "Aber die Wurst schmeckt sehr gut." Wer im heimischen Garten über einen eigenen Apfelbaum verfügt, konnte die Äpfel bei der mobilen Mettmanner Mosterei von Udo Rapp abgeben und sich seinen eigenen Apfelsaft pressen lassen. "Wir sind zum ersten Mal dabei, und gleich den ganzen Tag ausgebucht", erläutert Maritha Müllender-Rapp.

Quelle: RP
 
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