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Tönisvorst
Wanderzirkus soll bald ein Ende haben

Tönisvorst: Wanderzirkus soll bald ein Ende haben
Horst Klausmann (von links), Renate Geiger, Ingrid Lümger, Ursula Hackstein, Reinhard Bissmanns und Jürgen Beyer zeigen das Modell der Ausgabestelle an der Rosentalhalle. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. In der Sparkassenfiliale St. Tönis zeigt der Verein Tönisvorster Hilfe ein Modell der neuen Ausgebestelle an der Rosentalhalle. Gleichzeitig bitten die Mitglieder um finanzielle Unterstützung für die Umsetzung. Von Stephanie Wickerath

Ein wenig unscheinbar wirkt der Glaskasten mit dem kleinen Modell, der seit Dienstag in der Filiale St. Tönis der Sparkasse steht. Aber für die Mitglieder der Tönisvorster Hilfe ist die Tatsache, dass sie dieses Modell präsentieren können, ein großer und wichtiger Schritt in der Vereinsgeschichte. "Fünf Jahre lang haben wir dafür gekämpft, dass wir einen festen Standort bekommen, der auch die Möglichkeit bietet, die Waren zu lagern", sagt Jürgen Beyer, Vorsitzender der Tönisvorster Hilfe.

Nun könnte es bald so weit sein. Die Stadt hat dem Verein, der seit Oktober 2011 Lebensmittelspenden sammelt und an Bedürftige weitergibt, ein 200 Quadratmeter großes Grundstück hinter der Rosentalhalle an der Gelderner Straße in St. Tönis überlassen. Dort will die Tönisvorster Hilfe, sobald der Vertrag mit der Stadt unterschrieben ist, neun Container aufstellen. "Das ist der Kühlcontainer", sagt Jürgen Beyer und zeigt auf einen der kleinen Kästen in dem Modell, das die Architekturstudentin Ela Ott im Maßstab 1:50 gebaut hat.

Außerdem sollen zwei Container als Lager dienen, in einem Container sollen Obst und Gemüse gewaschen werden, drei Container sind für die Ausgabe vorgesehen. Auch soll es einen Sanitärraum und einen Pausenraum geben. "Wir werden insgesamt etwa 90.000 Euro investieren müssen", sagt der Vorsitzende. Dabei müssen nicht alle Container neu gekauft werden, die Tönisvorster Hilfe hat bereits zwei Container, die am Tempelsweg stehen und in denen jetzt schon Waren gelagert werden. Außerdem nutzt der Verein die Garage des katholischen Pfarrhauses als Lager. Vor jeder Ausgabe müssen die Mitglieder also am Tempelsweg und am Kirchplatz die Lebensmittel einsammeln, um sie zur Ausgabestelle ins Marienheim an der Friedensstraße zu bringen. "Wir freuen uns, wenn der Wanderzirkus ein Ende", sagt der Vorsitzende.

Mit dem Standort hinter der Sporthalle sind alle zufrieden. "Unsere Kunden sollen nicht in der Öffentlichkeit stehen, viele schämen sich, dass sie zu uns kommen", weiß Beyer. An der Rosentalhalle sei die Ausgabe intimer als an der Friedensstraße. 733 Tönisvorster haben Ausweise, die sie berechtigen, alle zwei Wochen ein kostenloses Lebensmittelpaket abzuholen. Im vorigen Jahr hat der Verein 25 Tonnen Lebensmittel bewegt.

Gespendet werden die Waren von den St. Töniser Bäckern, der Metzgerei Wenders, dem Obst- und Gemüsehandel Brake, dem Supermarkt Rewe, der Krefelder Tafel und den Landwirten. Finanzielle und tatkräftige Hilfe bekommt der Verein unter anderem von der Sparkassenstiftung, dem Damen-Lions Club Neuss, der Katholischen Grundschule St. Tönis und dem Michael-Ende-Gymnasium. "Außerdem haben wir drei Großspender, die aber nicht genannt werden möchten", sagt Beyer.

Quelle: RP
 
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