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Tönisvorst
Welttreffen der Pfadfinder in Japan

Tönisvorst. Zum größten Pfadfindertreffen der Welt werden vom 28. Juli bis 8. August in Yamaguchi bei Hiroshima Teilnehmer aus 150 Ländern zusammenkommen. Zwölf Tönisvorster sind dabei. Die viele Arbeit für die Reise macht sich jetzt bezahlt. Von Kai Aussen

Die viele Arbeit hat sich gelohnt. Für die zwölf St. Töniser Pfadfinder hat das Japan-Abenteuer begonnen. "Eineinhalb Jahre haben wir auf diese Reise hingearbeitet, jetzt ist es endlich so weit", freut sich der 24-jährige Leiter Nico Frass. Frass reist zusammen mit elf Jugendlichen zum Weltpfadfindertreffen, das sogenannte Jamboree, nach Japan. Ein Jamboree findet alle vier Jahre statt. Dieses Jahr kommen 40 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der ganzen Welt in Japan zusammen. Das deutsche Kontingent zählt 400 Pfadfinderinnen und Pfadfinder, zwölf davon kommen aus St. Tönis.

"Sie brauchen Hilfe? - Wir helfen!" Mit dieser Aktion haben die Jugendlichen eigenständig ihr Ta-schengeld aufgebessert, um die teure Reise finanzieren zu können. "Die Arbeiten waren sehr vielseitig. Viele Gärten wurden gepflegt, Schränke geschleppt, sogar eine Wohnung haben wir komplett ausgemistet und an St. Martin Glühwein verkauft", berichtet Frass. Unterstützung kam auch von den Karnevalsvereinen. "Für das Tönisvorster Karnevalskomitee und die Prinzengarde St. Tönis durften wir die Garderobe im Saalkarneval betreuen. Auch die Narrenpost wurde für das TKK in St. Tönis und Vorst ausgeteilt. Klasse, wie hier die Unterstützung innerhalb der Vereine funktioniert", freut sich Frass. In mehreren Vorbereitungstreffen hat sich der St. Töniser Trupp auf die Reise vorbereitet. Dabei wurde auch die japanische Küche gekostet. Quallen und diverse japanische Süßigkeiten wurden probiert, was natürlich nicht nach jedermanns Geschmack war. In Japan treffen die St. Töniser auf andere Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus NRW. Mit ihnen bilden Sie zusammen einen 40 Mann starken Trupp. In diesem Trupp wird der gesamte Zeitraum des Jamborees verbracht. Es wird zusammen gekocht und verschiedene Aktionen unternommen. Doch bevor man auf die Kolleginnen und Kollegen trifft, wird das Land erkundet. 14 Tage lang geht es für Frass mit seiner Truppe mit dem Rucksack durch das Land. Die Schlafplätze wurden bereits im Vorfeld gebucht. "So kann nicht mehr ganz so viel schief gehen", lacht der Betreuer. Tokio, Kyoto und Hiroshima sind die drei großen Städte, die auf jeden Fall besucht werden. Alles andere wird vor Ort geplant, ein Ba-detag am Meer sei bestimmt auch drin, meint der 24-Jährige.

Der Kontakt nach Hause wird, allein schon wegen der Zeitverschiebung, über Facebook gehalten. Über die Seite der St. Töniser Pfadfinder wird dort aus Japan berichtet.

Quelle: RP
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