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Tönisvorst
Wird Kirchstraße zur Fußgängerzone?

Tönisvorst: Wird Kirchstraße zur Fußgängerzone?
Der Verkehr in der St. Töniser Innenstadt beschäftigt Bürger und Politik immer wieder. Nun macht die Verwaltung neue Vorschläge. FOTO: Wolfgang Kaiser
Tönisvorst. Im Bau- und Verkehrsausschuss steht die Überarbeitung des Verkehrskonzepts für die St. Töniser Innenstadt auf der Tagesordnung. Die Verwaltung schlägt ein paar gravierende Veränderungen vor. Zunächst werden aber die Anwohner befragt. Von Stephanie Wickerath

Das Thema Verkehr auf der Kirchstraße/Hochstraße beschäftigt die Verwaltung und die Politiker schon seit Langem. Immer wieder beschweren sich Anwohner, Besucher der Fußgängerzone und Gäste des Eiscafés auf der Ecke über zu viele und zu schnelle Autos in dem eigentlich verkehrsberuhigten Bereich. Das Problem stand in den vergangenen Jahren immer mal wieder auf der Tagesordnung, wurde aber wegen der Grundschule, beziehungsweise der Neubauten an Kirchplatz und auf der Kirchstraße vertagt.

Nun ist der größte Neubau "Ahl Scholl" fertiggestellt, und die Politik soll sich noch einmal mit einem neuen Konzept beschäftigen. Die Verwaltung hat eine entsprechende Vorlage auf die Tagesordnung des Bau- und Verkehrsausschusses gesetzt, der am kommenden Mittwoch tagt. In der Vorlage empfiehlt die Verwaltung den Politikern, die Friedensstraße, die Kirchstraße und den Kirchplatz zur Fußgängerzone zu erklären. Anwohner sollen eine spezielle Zugangsberechtigung bekommen. Um den Anwohnerverkehr besser abfließen zu lassen, schlägt die Verwaltung vor, den Alten Markt tagsüber für den Anwohnerverkehr zu öffnen.

Vorab sollen allerdings die betroffenen Bürger zu der Idee befragt werden. Die Verwaltung möchte mit der Änderung dafür sorgen, dass der als verkehrsberuhigte Bereich, der mit der Einmündung vom Ring in die Friedensstraße beginnt und sich um den gesamten Kirchplatz erstreckt, diesem "eigentlichen Gestaltungszweck" wieder dienen kann, wie es in der Vorlage heißt. Die Fußgängerzone Hochstraße soll durch weniger kreuzenden Verkehr an Qualität gewinnen. Zurzeit müssen die Anwohner von Kirchstraße und Kirchplatz zwangsläufig die Fußgängerzone kreuzen, wenn sie zu ihren Häusern und Garagen wollen.

"Zusätzlich", so schreibt die Verwaltung, "findet in diesem Bereich aber auch ein gewisser Parkplatzsuchverkehr statt, der die gesamte Verkehrssituation für den Innenstadtbereich verschlechtert." Hätten nur Anwohner eine Zugangsberechtigung, da ist die Verwaltung sicher, würde der Verkehr deutlich reduziert. Eine Öffnung des Alten Markts für die Zugangsberechtigten könnte, laut Verwaltung, für eine weitere Entlastung der Kreuzung Kirchstraße/Hochstraße sorgen.

Und die Verwaltung geht noch weiter: Um den nicht gewollten und nicht berechtigten Verkehr auch tatsächlich aus dem Ortsmittelpunkt herauszuhalten, "sollte überlegt werden, in wie weit elektrische Poller für diesen Bereich und die vorhandene Fußgängerzone in beide Richtungen" den Verkehr verhindern könne. Ob und wann das alles so kommt, müssen die Anwohner und letztlich die Politiker entscheiden.

Auch zu einem anderen Bereich der St. Töniser Innenstadt hat die Verwaltung sich im Zusammenhang mit dem Thema Verkehr Gedanken gemacht: der innere Ring rund um den Kern. Die Verwaltung rät weiterhin von einer Einbahnstraßen-Regelung nach Kempener Vorbild für den Inneren Ring ab, weil dadurch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen sei. "Letztlich hat sich gezeigt, dass sich mit der Einführung der Tempo-30-Zonen für den Innenstadtbereich die gesamte Verkehrssituation entspannt hat und in den letzten Jahren keine nennenswerten Unfälle zu verzeichnen sind", schreibt die Verwaltung. Die Damm-, die Viersener, die Niedertor- und die Schulstraße seien durch parkende Fahrzeuge verkehrsberuhigt, sodass die Richtgeschwindigkeit größtenteils auch eingehalten werde.

Quelle: RP
 
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