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Tönisvorst
Wohin mit parkenden Autos in Vorst?

Tönisvorst: Wohin mit parkenden Autos in Vorst?
Blick auf die Freiflächen am Pfarrhaus an der Kuhstraße. Auf dem gesamten Grundstück sollen 21 neue Wohnungen und das neue Pfarrbüro entstehen. Geplant sind ebenfalls 21 Stellplätze plus drei weitere für das Pfarrbüro. FOTO: H. Brinkmann
Tönisvorst. Die Unterschriftenaktion zum Bebauungsplan Pfarramt Vorst ist bereits jetzt ein Erfolg: In nur einer Woche haben bereits 100 Vorster den Widerspruch unterschrieben. Die Anwohner befürchten ein Parkchaos auf der Kuhstraße. Von Heribert Brinkmann

Mit der von ihr gestarteten Unterschriftenaktion ist Iris Hansen zufrieden. Die Listen liegen seit vergangener Woche in allen Vorster Geschäften aus, einige Listen sind bereits ausgefüllt zurückgekommen. Auf rund 100 Unterschriften schätzt Hansen die ersten Rückläufe. Bis Ende Januar läuft die Aktion weiter. Die Baupläne zum Neubauprojekt an der Kuhstraße liegen im Rathaus Vorst noch bis zum 8. Februar aus. Dort können Einwände direkt zu Protokoll gegeben werden.

Die Gemeinde St. Godehard und die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für den Kreis Viersen (GWG) planen auf dem Grundstück des Pfarrhauses 21 neue Wohnungen und ein neues Pfarrbüro. Die Planung des Krefelder Architektenbüros Kempen und Kleinheyer sieht dort einen Neubau A mit neun Wohnungen und einem Büro parallel zur Straße, einen Neubau B mit acht Wohnungen als Querriegel zwischen Haus A und dem bestehenden Pfarrhaus, das für vier Wohnungen umgebaut wird. Nach den neuen Plänen, die jetzt öffentlich im Technischen Rathaus in Vorst ausliegen und eingesehen werden können, sind auf dem Grundstück je Wohnung ein Stellplatz vorgesehen, also 21, und drei Stellplätze für das Pfarrbüro. Der Planungsausschuss hat diesen Plänen mit einem Stellplatz je Wohnung in seiner letzten Sitzung mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, FDP und UWT zugestimmt. In St, Tönis sind 1,5 Stellplätze für neue Wohnbauten vorgesehen.

In einer Stellungnahme auf unsere bisherige Berichterstattung unterstreicht Peter Bauland, Pressesprecher der GWG, den aktuellen Stand: "Für die gesamten 21 Wohnungen werden 21 Stellplätze ausgewiesen, was exakt dem in Vorst geltenden Stellplatzschlüssel von 1,0 entspricht." Mit den drei Plätzen fürs Pfarrbüro stünden insgesamt 21 Stellplätze zur Verfügung, die den Mietern, Mitarbeitern und Besuchern des Pfarrbüros vorbehalten und nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen seien. Eine Mehrausweisung von Parkplätzen auf dem verfügbaren Grundstück sei nicht möglich, argumentiert die GWG weiter, "da laut Baugesetz NRW für die sieben öffentlich geförderten Wohnungen ein bestimmter Anteil an Grünfläche einzuhalten sei. Damit seien alle Flächenreserven verplant. Einzige alternative Lösung wäre der Bau einer Tiefgarage.

In der Unterschriftenliste steht auch der Satz: "Wirtschaftliche Interesse der Bauherren dürfen nicht über das Allgemeinwohl gestellt werden." Die GWG hinterfragt das dort behauptete Gemeinwohl und hält dagegen: "In Zeiten, in denen allerorten, auch in den Städten des Kreisgebietes, über den Mangel an bezahlbarem Wohnraum geklagt wird, schaffen die Pfarrgemeinde und die GWG in einer Bauherrengemeinschaft 21 neue Wohnungen vor allem auch für alte Menschen, die froh sein werden, in zentraler Lage mit kurzen Wegen zu leben und nicht auf ein Auto angewiesen zu sein." Auch den Vorwurf, der "dreigeschossige Klotz" passe nicht ins Ortsbild, lässt die GWG nicht gelten. Die Bebauung übernehme exakt die Traufhöhe der benachbarten Gebäude. Auch werde das Architekturbüro die Neubauen in Gestaltung und Materialien den Nachbargebäuden anpassen. Das Gespräch mit den Anwohnern sei bereits im Juli im Haus Vorst gesucht worden.

Quelle: RP
 
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