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Niederkrüchten
116 Schulpaten gewonnen

Niederkrüchten: 116 Schulpaten gewonnen
Der Verein Nepal Kinderhilfe ermöglicht Kindern den Besuch einer Privatschule. In Kathmandu hat er ein Waisenhaus gebaut. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Der Verein Nepal Kinderhilfe gibt fast 150 Kindern aus dem asiatischen Staat eine Chance auf ein besseres Leben. Andrea und Jürgen Richterich aus Oberkrüchten haben den Verein ins Leben gerufen und schon eine Menge erreicht. Von Jochen Smets

Als Andrea und Jürgen Richterich vor gut zehn Jahren erstmals auf Trekkingtour in Nepal waren, haben sie grandiose Landschaften gesehen – und erschütternde Schicksale. In der Hauptstadt Kathmandu standen an fast jeder Ecke Straßenkinder, die an einer Klebertüte schnüffelten – ein billiger und gefährlicher Rausch. Die Richterichs spendeten – und mussten bei späteren Nepal-Reisen feststellen, dass ihr Geld irgendwo versickert war, aber nicht dort, wo es hinsollte.

Rund 320 Euro pro Kind im Jahr

So gründeten Andrea und Jürgen Richterich ihre eigene Hilfsorganisation. 2005 war das. Und die Bilanz kann sich sehen lassen. 146 Kinder unterstützt der Verein Nepal Kinderhilfe e.V. inzwischen. Das sind 146 Chancen auf ein besseres Leben. Die Nepal Kinderhilfe ermöglicht den Jungen und Mädchen den Besuch einer Privatschule, denn das staatliche Schulwesen Nepals ist völlig marode. "Wir zahlen die Schulgebühren, Lehr- und Lernmittel, Verpflegung und die Schuluniform", erklärt Jürgen Richterich. Rund 320 Euro pro Jahr und Kind kostet das.

Für 324 Euro können Firmen, Vereine oder Privatpersonen eine Schulpatenschaft übernehmen. 116 solcher Schulpaten gibt es bisher. Weitere Einnahmen hat die Nepal Kinderhilfe durch Mitgliedsbeiträge (20 Euro im Jahr) und durch Spenden. Insgesamt kamen im Jahr 2010 auf diese Weise 70 000 Euro zusammen. "Davon sind 98,18 Prozent aller Einnahmen unseren Projekten in Nepal zugeführt worden", betont Richterich. Dazu gehört neben den Schulpatenschaften auch der Betrieb eines Waisenhauses, das die Nepal Kinderhilfe in Kathmandu gebaut hat. Da die Richterichs nicht ständig selbst dort sein können, haben sie in Kathmandu die Mandala Welfare Society gegründet, die sich vor Ort um das Tagesgeschäft kümmert. "Das Waisenhaus-Konzept möchten wir mittelfristig auch an anderen Orten in Nepal umsetzen", so Richterich.

Spendenaktion

Gerade erst hat die Nepal Kinderhilfe eine neue Spendenaktion gestartet. Titel: "Mit geht's gut". "Wir geben viel Geld aus für Dinge, die gar nicht nötig sind", sagt Richterich. "Wer davon nur einen Teil spendet, kann viel Gutes bewirken." Auf der Vereins-Homepage unter www.nepalkinderhilfe.de finden sich dafür einige Beispiele. Da ist die kleine Elsa, die auf Geburtstagsgeschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für ihre nepalesische Freundin Muna gebeten hat. 200 Euro sind dabei zusammengekommen.

Da ist das Ehepaar, das sich die große Feier zum 40. Hochzeitstag sparte und dafür 5000 Euro für die Nepal Kinderhilfe zur Verfügung stellte. Da ist der Golfclub Elmpter Wald, der den Erlös eines Turniers – immerhin 700 Euro – an das Nepal-Projekt spendete.

Quelle: RP
 
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