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Viersen
1,4 Millionen Euro für die Schwalm-Region

Viersen. Für das "Leader"-Programm erhielten Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal 2015 eine Absage. Jetzt könnten sich die Schwalm-Gemeinden doch noch einige Wünsche erfüllen - mit der Förderung "Vital.NRW" Von Birgitta Ronge

Mehr als ein halbes Jahr hatten engagierte Menschen in Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal mit der Bewerbung für das "Leader"-Programm zugebracht. Die Beteiligten sammelten Vorschläge für Projekte, die sie in der Region "Schwalm - Mittlerer Niederrhein" umsetzen wollten, wenn es denn die Zusage für die Teilnahme am "Leader"-Programm gegeben hätte. Bis zu 2,3 Millionen Euro hätten bis zum Jahr 2020 in die Region fließen können. Doch im Mai 2015 kam die Absage: Die Grenzlandkommunen gehörten nicht zu den ausgewählten Regionen. Also gab es zwar viele Ideen, aber kein Geld.

Das könnte sich jetzt ändern: Die Region "Schwalm - Mittlerer Niederrhein" gehört zu den zehn Regionen, die das Landesumweltministerium für das Förderprogramm "Vital.NRW" ausgewählt hat. Es könnte den drei Gemeinden bis 2020 insgesamt 1,4 Millionen Euro bescheren. Die zehn Regionen hätten in einem intensiven Prozess mit den Bürgern vor Ort viele gute Ideen erarbeitet, konnten dann allerdings bei der Auswahl der "Leader"-Regionen in NRW aus Haushaltsgründen nicht mit in die Förderung aufgenommen werden, heißt es in einer Mitteilung des Umweltministeriums. "Ich freue mich, dass ich auch diesen engagierten Regionen die Möglichkeit zur Förderung ihrer Projekte anbieten kann", so Umweltminister Johannes Remmel (Grüne). Mit Hilfe des Förderprogramms sollten die Entwicklungsprozesse, die durch die "Leader"-Bewerbung angestoßen wurden, "aufgegriffen und bedarfsgerecht in erfolgreiche Projekte umgesetzt werden", teilte das Ministerium mit.

Allerdings müssen sich die Schwalmgemeinden jetzt sputen: Denn der Bescheid des Ministeriums, dass man an "Vital.NRW" teilnehmen könne, ging am 4. Juli im Elmpter Rathaus ein. In dem Schreiben steht, dass 1,4 Millionen Euro für die Region zur Verfügung stehen, wovon die Region einen Eigenanteil von 250.000 Euro aufbringen müsste. Pro Gemeinde sind das 83.333,33 Euro. Und die Zusage brauche man bis zum 1. August. In Niederkrüchten spricht der Rat am Dienstag, 19. Juli, darüber - er hat ohnehin - trotz Sommerpause - eine Sitzung, weil nichtöffentlich über eine Grundstücksangelegenheit gesprochen werden soll. In Brüggen hingegen tagte der Rat letztmalig vor den Ferien am 6. Juli, in Schwalmtal am 28. Juni. Ob auch in Brüggen und Schwalmtal die Räte einen Beschluss fassen müssen, oder ob der alte Beschluss, der für "Leader" getroffen wurde, ausreicht, werde gerade geprüft, erklärt Schwalmtals Bürgermeister Michael Pesch (CDU). Am Dienstag wollen Pesch und seine Kollegen Frank Gellen (CDU) aus Brüggen und Kalle Wassong (parteilos) aus Niederkrüchten mit den Fachbereichsleitern ihrer Verwaltungen überlegen, wie es weitergeht. Sollte der alte Beschluss nicht ausreichen, könne er sich eine Dringlichkeitsentscheidung vorstellen, so Gellen, darüber wolle er mit den Fraktionschefs sprechen.

Die Schwalmgemeinden sollten an "Vital.NRW" teilnehmen, darin sind sich die Bürgermeister einig. "Wer A sagt, muss auch B sagen", sagt Wassong. Gellen meint: "Das ist eine Riesenchance für uns, die unsere Potenziale weiter stärken kann." Welche Projekte mit dem Geld konkret umgesetzt würden, könne er noch nicht sagen, "da müssen wir gemeinsam überlegen". Pesch wertet das Förderprogramm als "eine Chance, die wir auf jeden Fall nutzen wollen".

Quelle: RP
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