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Niederkrüchten
20.000 Euro für Grenzgeschichten

Niederkrüchten. Die Euregio Rhein-Maas-Nord hat das Projekt der Gemeinde Niederkrüchten mit den Nachbarn aus Roermond und Roerdalen genehmigt

Der Interreg-Ausschuss der Euregio Rhein-Maas-Nord hat das deutsch-niederländische Projekt "Grenzgeschichte(n)" genehmigt. Mit dem Projekt wollen die Gemeinde Niederkrüchten und die beiden Nachbargemeinden Roermond und Roerdalen die Bodendenkmäler im Bereich Elmpter Wald, Lüsekamp und Meinweg schützen und die Geschichte für Touristen aufbereiten.

Die Bodendenkmäler erinnern an das Ende des Zweiten Weltkriegs. Damals hoben Zwangsarbeiter unter anderem einen Panzergraben aus, auch wurden Bunker und Unterstände angelegt. Etwa sieben Kilometer lang war die Verteidigungsstellung zwischen Swalmen und Herkenbosch.

Damit Ausflügler mehr über die Historie erfahren und wissen, was sie im Elmpter Wald da eigentlich vor sich haben, wollen die Gemeinden Info-Tafeln aufstellen. Außerdem sollen mindestens drei Radrouten und eine Wanderroute dort vorbei führen. Die Umsetzung kann beginnen, wenn auch der Kreis Viersen grünes Licht für das Projekt gibt.

Mit der Genehmigung der Euregio fließen 20.000 Euro an Fördergeldern aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung in das Projekt. Hinzu kommen weitere 20.000 bis 25.000 Euro, die Summe teilen sich die Gemeinden. "Eventuell beteiligt sich auch die Gemeinde Beesel", berichtet Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos). Dazu werde es noch Gespräche geben.

Die Wanderroute soll am 3. März eröffnet werden, die erste Radroute am 6. Mai. Auch die Beteiligung an der "Liberation Route Europe" ist Teil des Projekts. Sie vermittelt an wichtigen Stationen des Zweiten Weltkriegs Informationen aufs Smartphone. In Niederkrüchten sollen Informationen im Lüsekamp abrufbar sein. Dort ermordete 1944 ein deutsches Erschießungskommando 14 Männer aus Roermond.

(biro)
 
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