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Viersen
275 Kilometer für den Sportverband

Viersen. NEW lud zum 24-Stunden-Benefiz-Schwimmen ins Ransbergbad ein.

Kaum ist der Kopf mit der Schwimmbrille auf der Nase auf dem Wasser aufgetaucht, schiebt Lina die Brille hoch und blickt fragend zu Florian Jansen hinüber. "Wie viel noch?", möchte die Zehnjährige wissen. "Zwei Bahnen, dann hast du die zwei Kilometer voll", antwortet Jansen und macht einen weiteren Strich auf seinem Block für die gerade geschwommene Bahn von Lina. Die junge Schwimmerin grinst zufrieden. Zwei Kilometer hat sie sich vorgenommen und dafür sind immerhin 40 Bahnen zu schwimmen. Inzwischen ist auch Linas gleichaltrige Freundin Sophie am Rand des Sportbeckens vom Dülkener Ransbergbad angekommen. Gemeinsam machen die beiden Mädels noch eine kurze Pause, dann geht es wieder los.

Sie sind aber nicht die einzigen, die zielstrebend das Becken auf den eigens abgesperrten Bahnen durchpflügen. Zur Zeit sind es sechs weitere Schwimmer, die ebenfalls für den guten Zweck ins Wasser gestiegen sind. Wie in jedem Jahr hat die NEW zu ihrem traditionellen 24-Stunden-Benefiz-Schwimmen eingeladen. Von Samstag 13 Uhr bis Sonntag 13 Uhr spendet die NEW für jede geschwommene Bahn fünf Cent. Wobei das Geld in diesem Jahr für den Stadtsportverband bestimmt ist. "Wir haben in diesem Jahr sehr viele junge Schwimmer dabei", berichtet Manuela Igers, Azubi Fachangestellte für Bäderbetriebe, die gerade die nächste Urkunde für einen Schwimmer ausfüllt. Jeder, der nämlich für den guten Zweck ins Wasser geht, erhält eine Urkunde. Egal, wie viele Bahnen geschwommen worden sind.

"Wir haben davon erfahren und sind ganz spontan gekommen", berichtet Katja Müllers, die gemächlich hinter ihrer sechsjährigen Tochter Annika schwimmt, die voller Konzentration ihre vierte Bahn absolviert. Eine Pause machen Heike und Pierre Gartenmeister. Hinter ihr liegen bereist 40 Bahnen, hinter ihm 14. "Ich bin eine begeisterte Schwimmerin und für die gute Sache immer dabei", sagt Heike Gartenmeister, während ihr Mann lachend verrät, dass seine Frau ihn überredet habe mitzukommen.

Daria Oymanns sieht das Benefiz-Schwimmen als gutes Training an. Die 23-Jährige ist Rettungsschwimmerin. "In fünf Wochen geht es zwecks Wachdienst an die Ostsee, da muss ich fit sein", informiert die junge Frau, die bereits eine Wasserstrecke von 4,5 Kilometer hinter sich gebracht hat und auch noch weiter schwimmen will. Ob es allerdings 23 Kilometer werden, wie letztlich bei einem Benefizschwimmen in Grefrath, das weiß sie noch nicht. Nicht nur selber schwimmen, sondern auch Bahnenzählen bei den anderen, steht bei Jule Schrooten auf dem Programm. Sie gehört der DLRG an und die unterstützt die Badmitarbeiter an diesem Tag. Jansen sowie Andre Schwickart und Marvin Kirwald, die ebenfalls Bahnen zählen, haben alle Hände voll zu tun. Der Ansturm der Schwimmer reißt nicht ab, es gilt genau hinzusehen, wer wie viele Bahnen zieht, damit es in der Kasse des Stadtsportverbandes klingelt. Letztlich sind es 147 Schwimmer, die 275 000 Meter zurücklegten und damit knapp 550 Euro erschwommen haben.

Oymanns hält dabei mit 20 Kilometern den Rekord von 2015.

(tre)
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