| 00.00 Uhr

Viersen
36 Dinge: Auf kulturhistorischen Wegen durch Dülken

Viersen. Dülken, der kleine aber historisch sehr bedeutsame Viersener Stadtteil kann auf 650 Jahre Stadtgeschichte zurückblicken. Die Narrenmühle ist weltweit einzigartig und die ehrwürdige St. Cornelius Kirche ist die größte Pfarrkirche im Bistum Aachen. Doch Dülken hat noch mehr zu bieten, denn insbesondere kunst- und kulturhistorisch gibt es einiges zu entdecken.

Was wird geboten? Unter dem Begriff "Kulturwege" bietet Angela Klein-Kohlhaas seit elf Jahren historische Exkursionen durch Dülken an. Es gibt zwei Basisrundgänge: Die Südroute startet am "Brunnen der vier Winde" am Alten Markt, führt über die Kreuzherrenstraße mit dem Kreuzherrenkloster zum Eligiusplatz, an dem ein liebevoll restauriertes Haus aus dem 17. Jahrhundert sowie das Alte Waisenhaus liegen, und geht weiter zur Theodor-Frings-Allee, mit dem Dülkener Rathaus und der alten Höheren Bürgerschule aus dem späten 19. Jahrhundert. Hier befinden sich zahlreiche prächtige alte Villen im Jugendstil und aus der Gründerzeit. Weiter geht es zur Moselstraße, deren Namen vermutlich von dem altdeutschen Wort "Mosel" für "sumpfiges Gelände" herrührt, und zum Peterboroughplatz. Hier befindet sich das alte Fabrikgebäude der Flachsspinnerei Mevissen, das als Industriedenkmal unter Denkmalschutz stehen. Über den Hühnermarkt geht es dann zurück zum Alten Markt.

Start der Nordroute ist ebenfalls am Brunnen des Alten Marktes. Dann geht es über die Blauensteinstraße und den Domhof zur Lange Straße und zum ehemaligen alten Dülkener Stadttor, an welches nur noch eine Bronzeplatte mit der entsprechenden Inschrift erinnert. Der "Kulturweg" führt die Interessierten weiter über die Viersener Straße an der Mariensäule entlang zum "Marienpark", der unter seinem früheren Namen "Lunapark" geläufig ist, zur Heinz-Luhnen-Straße und zum Bahnhof. Zurück in die Innenstadt geht es dann über die Friedrichstraße und die Marktstraße, an der man ebenfalls einige Villen mit schöner Architektur findet. Letzte Station der Nordroute ist Cap Horn mit seinem Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Darüber hinaus bietet Angela Klein-Kohlhaas, die Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte studierte, zahlreiche weitere Exkursionen zu verschieden en Themen an, zum Beispiel "Weber und Textilbarone - vom Glanz und Alltag der Dülkener Textilproduktion" oder "Liebe auf den 2. Blick- ein romantischer Spaziergang - Ein Blick auf liebenswerte Details aus Metall, Stuck und Stein in den Gassen der Altstadt.

Wer ist auch da? Menschen, die sich für Dülken, Kunst- und Kulturhistorisches sowie für Architektur interessieren.

Wann findet es statt? Die Basisrundgänge finden einmal im Monat samstags um 11 Uhr statt und dauern ca. 1,5 Stunden. Treffpunkt: Brunnen Alter Markt, Dülken. Die Veranstaltungen finden auch bei Regen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Was kostet es? Fünf Euro pro Teilnehmer, Kinder bis zwölf Jahre sind frei: www.kulturwege.de

(paka)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Viersen: 36 Dinge: Auf kulturhistorischen Wegen durch Dülken


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.