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Viersen
40 Einbrüche in Viersen vor der Aufklärung

Viersen. Zeugen führten die Polizei zu einem 28-Jährigen. Er wurde auf frischer Tat mit Hubschrauber und Spürhund gestellt Von Daniela Buschkamp

Seit Mai war ein 28-jähriger Mann im gesamten Stadtgebiet als Einbrecher aktiv: Rund 40 Taten sollen auf das Konto des Polizei-bekannten Verdächtigen gehen. Dies teilte die Kreispolizeibehörde Viersen gestern mit.

Aufgeflogen war der Mann auch durch aufmerksame Zeugen: Sie hatten ihn bei seinen Taten so genau beobachten können, dass sich aus diesen vorhandenen Beschreibungen für die Polizei ein Tatverdacht ergab. Daraufhin starteten die Einbruchsachbearbeiter ihre Ermittlungen; dabei wurde der anfängliche Verdacht gegen den 28-Jährigen ohne festen Wohnsitz bald zur Gewissheit. Teilweise identifizierten die Zeugen den Mann bei Vorlage von Fotos als den gesuchten Einbrecher.

Nach einer Woche Fahndung konnten die Einsatzkräfte der Polizei Viersen den Verdächtigen auf offener Straße in der Viersener Innenstadt festnehmen - direkt nach einem weiteren Einbruch. Er war am frühen Morgen durch die rückwärtige Terrassentür in ein Einfamilienhaus an der Hospitalstraße gelangt. Im Schlafzimmer schreckte die Bewohnerin auf, als sie sich plötzlich einem Fremden gegenüber sah, der Geld verlangte und dann mit seiner Beute floh. Bei der sofort gestarteten Fahndung gelang es der Polizei mit einem Spürhund und einem Hubschrauber, die Spur des Verdächtigen aufzunehmen. Bei seiner vorläufigen Festnahme bestritt der Mann die Vorwürfe. Doch vor wenigen Tage wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Die Polizei wirft dem Verdächtigen vor, in eine Apotheke, verschiedene Gaststätten, Büros, Geschäfte und Werkstätten, aber auch in Einfamilienhäuser und Wohnungen, eingebrochen zu sein. So soll der Mann unter anderem am 19. September in eine Lagerhalle an der Clörather Straße einen Einbruch verübt, den dortigen Tresor mit Gewalt aufgebrochen und das Geld daraus entwendet zu haben. Zudem beschuldigt ihn die Polizei, am 1. September einen Firmenwagen von einem Firmengelände an der Bahnhofsstraße entwendet zu haben, am 27. Juli in die Zentralküche des Krankenhauses am Hoserkirchweg eingebrochen zu sein, dort Geld und Zigaretten erbeutet zu haben.

"Zur genauen Höhe der gestohlenen Geldsummen können wir noch keine Angaben machen", erklärte Harald Moyses, Sprecher der Kreispolizei Viersen. Zur Beute gehörten unter anderem ein Beamer, Werkzeuge und ein Firmenwagen, den die Polizei später in Tönisvorst fand. Einige der Elektrogeräte hat der Verdächtige nach Angaben der Polizei in Viersen in einem An- und Verkaufsgeschäft versetzt.

Die Polizei ermittelt weiter - auch, ob der Verdächtige allein handelte.

Quelle: RP
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