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Niederkrüchten
45 Pfähle für den Steg im Schwalmbruch gesetzt

Niederkrüchten. Zur Halbzeit der Bauarbeiten an dem Holzsteg im Naturerlebnisgebiet Elmpter Schwalmbruch in Niederkrüchten haben sich Verbandsvorsteher, Landrat Andreas Coenen (CDU), Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann und der Geschäftsführer der Biologischen Station Krickenbecker Seen, Ansgar Reichmann, über den Stand der Bauarbeiten informiert. "Es ist einzigartig, dass über diesen Steg selbst Rollstuhlfahrer so nah an das Moor herankommen", sagte der Landrat. Eine Fachfirma hat inzwischen 45 Gründungspfähle in den moorigen Boden getrieben und mit massiven Balken verbunden. Bei den Bauarbeiten ist viel Arbeit von Hand nötig, weil schwere Maschinen das Biotop nicht befahren dürfen. So hat die Firma eine Schlittenkonstruktion gebaut, mit der die rund 350 Kilogramm schweren Bohlen an Ort und Stelle geschoben werden können.

"Bei der Planung haben wir Wert darauf gelegt, dass der Blick in die Natur möglichst ungestört und authentisch ist", erklärt Naturpark-Geschäftsführer Puschmann. Biologe Reichmann gerät ins Schwärmen: "An diesem Niedrigmoorgewässer lohnt sich nicht nur der Blick über die Landschaft, sondern auch ins Moor und ins Wasser. Wir haben den seltenen Wasserschlauch, eine fleischfressende Pflanze, die nur in nährstoffarmen Moorgewässern wächst." Darüber hinaus sind in dem klaren Wasser auch Frösche, Molche und Libellen beim Laichen zu sehen.

Der neue Steg soll bis Anfang Dezember fertig werden. Er ist so konstruiert, dass er eine lange Lebensdauer haben soll. Abstandsscheiben verhindern, dass sich zwischen den Bohlen Feuchtigkeit sammelt. Bis dahin ist ein Abschnitt der Wanderwege A5 und A12 gesperrt.

Der Steg ist über die Wanderwege von den Parkplätzen Tackenbenden und Kamerickshof zu erreichen.

Quelle: RP
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