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Brüggen
900 Bäume erinnern an Gründung von Bracht

Brüggen: 900 Bäume erinnern an Gründung von Bracht
Einer der 900 Bäume, die Paten für den 900-Jahr-Wald . Der Wald erinnert an die Gründung von Bracht. RP-Foto: Busch FOTO: setzten
Brüggen. Walnuss, Stieleiche und Wildbirne: Familien griffen zum Spaten und setzen ihre Bäume für den neuen 900-Jahr-Wald Von Birgit Sroka

An das 900-jährige Bestehen der Gemeinde Bracht erinnern auf einem kommunalen Grundstück ab sofort auch 900 Bäume. Für sie wurden Paten gefunden, die mit Spaten und Gießkannen zum Feld zwischen dem DRK-Kindergarten und dem Roßweg zogen. Ruth Lankes ist mit fünf Wochen die jüngste Baumpatin. "Man sagt ja, man soll einen Baum pflanzen", sagen ihre Eltern Nadine und Manuel Lankes. Die zweitjüngste Patin ist die im Mai geborene Anna Quade. "Die beiden sind die Einzigen, die sogar das 1000-jährige Bestehen von Bracht und somit das 100-jährige Bestehen des Waldes erleben könnten", meint Organisator René Bongartz.

Für viele war der Pflanztag eine tolle Aktion für die Familie. Andreas Kose pflanzte für seine Töchter Alexandra (3) und die fünfjährige Miriam einen Walnussbaum. Roland Zohlen setzte mit seinem Sohn Philipp ebenfalls eine Walnuss in das Erdloch. "Ich bin total stolz auf meinen eigenen Baum", sagt Philipp (9) strahlend.

Neun verschiedene Baumarten wurden gepflanzt, auf Parzellen von jeweils neun Quadratmetern. Ein Weg teilt den zukünftigen Wald. In der Mitte befindet sich ein Areal, auf dem drei außergewöhnliche Bäume stehen. Zum Start der Pflanzaktion setzte Bürgermeister Frank Gellen (CD) dort eine Stieleiche für die Gemeinde. Zu den offiziellen Gästen zählten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Ralf Jäger, NRW-Minister für Inneres und Kommunale. Barbara Hendricks pflanzte einen Bergahorn als "Bundes-Baum". Der dritte Baum in diesem Dreieck ist der "Baum aller Paten", eine Winterlinde. Darunter wurde eine Flasche mit einer Namensliste aller Paten vergraben. Zu einem späteren Zeitpunkt wird in diesem Dreieck noch ein Findling aus einer Brachter Tongrube mit der Aufschrift "900 Jahre Bracht - 900 Jahre Wald" aufgestellt.

"Wir können davon ausgehen, dass die Bäume alle eine gute Chance haben, groß zu werden", ist Bongartz überzeugt. "Die Bäume haben mehr Platz als in einem Wald üblich zur Verfügung. Einige Paten werden sich regelmäßig um ihren Baum kümmern, andere vielleicht nicht. Es könnte auch einen Verdrängungsprozess im Laufe vieler Jahre geben."René Bongartz zeigte sich begeistert über die Freude, mit der die Paten ihre Bäume einpflanzten. "Überall gibt es lachende Gesichter, die Leute haben richtig Spaß." "Ich hoffe, dass unsere Esskastanie gut anwächst. Als Markierung haben wir einen Stein dazugelegt, wir möchten noch eine Wildwiese einsäen", sagt Josef Loven. "Wir haben sechs Bäume gepflanzt: zwei für die Kinder, zwei für die Eltern und zwei für die Schwiegereltern", erzählt Ludwig Helmer.

Mit vielen Helfern und Sponsoren hatte das Organisationsteam den Pflanztag perfekt vorbereitet. Die Parzellen wurden mit gelben Pfählen abgesteckt, in der Mitte befand sich die Baumnummer. Die Baumpaten erhielten die mit ihrem Namengebrannten Tontafeln und einen Verbiss-Schutz, der um den jungen Stamm angebracht wurde und Kaninchen abhalten soll. Spaten und Gießkannen konnten ausgeliehen werden, die Gemeindewerke hatten extra Tag eine Wasserstelle eingerichtet. Bei Christian Imkamp und Helmut Krüger holten die Paten ihre Bäume ab.

Quelle: RP
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