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Kreis Viersen
A52 soll doch sechsspurig werden

Kreis Viersen: A52 soll doch sechsspurig werden
Die Politiker Uwe Schummer, Michael Schroeren, Günter Krings und Ansgar Heveling (von links) an der A52. FOTO: Schummer
Kreis Viersen. Nach Protesten aus der Region hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den sechsspurigen Ausbau nun mit höchster Priorität versehen. Ein Ausbau der A61 wird vor 2030 wohl nicht gelingen Von Ralf Jüngermann und Martin Röse

Der gemeinsame Aufschrei von Politik und Wirtschaft hat dem Kreis Viersen einen Teilerfolg gebracht: Die Pendler nach Düsseldorf und Mönchengladbach dürfen nun doch wieder auf sechs Spuren auf der A 52 hoffen.

Der Ausbau zwischen den Autobahnkreuzen Mönchengladbach und Neersen, wo es sich vor allem im Berufsverkehr staut, wird beim zuständigen Bundesverkehrsministerium in Berlin nun wieder in der Kategorie "vordringlicher Bedarf zur Engpassbeseitigung" eingestuft. Dort sind die Projekte mit der höchsten Priorität gelistet.

Das war im ersten Entwurf des neuen "Bundesverkehrs-Wegeplans 2030" noch anders. Im April nahm der Verkehrsausschuss des Regionalrates das Thema auf die Tagesordnung einer Sondersitzung - darin sprachen sich die Politiker für den sechsspurigen Ausbau aus. Die Bundestagsabgeordneten der Region, darunter der Viersener Abgeordnete Uwe Schummer (CDU), die beiden Gladbacher Bundestagsabgeordneten Günter Krings (CDU) und Gülistan Yüksel (SPD) setzten sich gemeinsam mit anderen Abgeordneten aus Bund und Land und der Industrie- und Handelskammer in Berlin für den Ausbau der A 52 ein. Krings und Yüksel schickten Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auch einen persönlichen Brief. Endgültig entschieden ist mit der höchsten Priorisierung zwar nichts. Doch der Plan soll in Berlin in seiner endgültigen Fassung noch in diesem Jahr verabschiedet werden. Die Chancen auf den Ausbau der A52 stehen damit nun sehr gut. Die Strecke, die umgebaut werden soll, ist 7,5 Kilometer lang. Der Bund rechnet dafür mit Kosten von mehr als 80 Millionen Euro. "Dieser Ausbau ist angesichts steigender Pendler- und LKW-Zahlen dringend notwendig", sagt Schummer. Der Bundesverkehrswegeplan wird nun in den kommenden Wochen weiter parlamentarisch beraten. Er regelt verbindlich, welche Straßen, Schienen und Wasserstraßen bis 2030 ausgebaut werden.

Nach wie vor nicht ausreichend weit oben auf der Prioritätenliste steht indes der Ausbau der A 61. Ein Ausbau bis 2030 ist daher unrealistisch.

Quelle: RP
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