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Kreis Viersen
Abstimmung erst im Kreisausschuss

Kreis Viersen. Das "Ja" zum Kommunalen Integrationszentrum für den Kreis Viersen kommt später als geplant - voraussichtlich am Donnerstag, 15. September, im Kreisausschuss. Von Daniela Buschkamp

Die Mehrheit fürs Integrationszentrum im Kreissozialausschuss war im Vorfeld klar, die Kreisverwaltung sprach sich ebenfalls für die Einrichtung des Integrationszentrums aus. Dabei will die Kreisverwaltung eine Landesförderung in Höhe von 170.000 Euro nutzen, sie selbst muss noch 230.000 Euro plus einmal 100.000 Euro Sachkosten aufbringen. Dabei stellt das Land zwei Pädagogen, der Kreis schafft 3,5 Stellen im sozialpädagogischen Bereich und in der Verwaltung.

Dass der Ausschuss nicht abstimmte, lag an einem Antrag der FDP auf Vertagung. Mit der Mehrheit von einer Stimme kam er durch. Martina Maaßen, Vorsitzende der Bündnisgrünen auf Kreisebene, war empört. Sie wollte eine Abstimmung im Ausschuss, ein Appell ihres Parteikollegen Jeyaratnam Caniceus blieb wirkungslos. Auch die Kreis-SPD wollte eine Abstimmung im Ausschuss.

In den vergangenen vier Jahren war ein Kommunales Integrationszentrum immer wieder abgelehnt worden - auch die Bürgermeister im Kreis waren dagegen. Gunter Fischer erklärte für die Kreis-CDU die Meinungsänderung: "Die Situation ist jetzt eine andere." Birgit Koenen beantragte für die FDP eine Vertagung, da ihre Fraktion nach den Ferien noch nicht getagt habe und darüber sprechen wolle - ein Wunsch, den die CDU nachvollziehen konnte.

Quelle: RP
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