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Fahndung
Acht Menschen in Viersener Supermarkt durch Reizgas verletzt

Unbekannter versprüht Reizgas in Supermarkt
Unbekannter versprüht Reizgas in Supermarkt FOTO: Reichartz,Hans-Peter
Viersen. In einem Supermarkt in Viersen sind am Freitagnachmittag mehrere Menschen durch Reizgas verletzt worden. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Polizei fahndet nun nach dem oder den unbekannten Tätern. 

Bei einer mutmaßlichen Reizgas-Attacke in einem Supermarkt von Viersen am Niederrhein sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Darunter befinden sich ein 14-Jähriger und seine 44 Jahre alte Mutter, die in ein Krankenhaus gebracht wurden, wo sie zur stationären Behandlung über Nacht bleiben sollten, teilte die Polizei am Freitag mit. Die anderen sechs von Notärzten am Nachmittag vor Ort behandelten Personen konnten laut Stadt nach Hause gehen. Zunächst hatten sich sogar rund 20 Menschen beim Rettungsdienst gemeldet.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei versprühten unbekannte Täter kurz nach 15.00 Uhr vermutlich Reizgas oder Pfefferspray. Sofort klagten einige Kunden und Angestellte über Atembeschwerden. Der große Supermarkt wurde rasch geräumt und vorübergehend geschlossen. Die Feuerwehr stellte bei ihren Messungen keine auffälligen Werte fest, wie die Stadt Viersen mitteilte. Nach dem Versprühen von Reizgas oder Pfeffer sei das erfahrungsgemäß so, weil die Stoffe rasch verfliegen würden. Der Markt konnte nach einer Kontrolle gegen 17.00 Uhr wieder geöffnet werden. An dem Großeinsatz - zunächst ausgelöst wegen eines unbekannten Gasaustritts - waren allein rund 70 Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdiensten mit einer Vielzahl von Fahrzeugen beteiligt. 

Die Polizei geht davon aus, dass "jemand sich einen schlechten Scherz erlaubt hat", wie ein Sprecher sagte. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung laufen. 

(hsr/dpa)
 
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