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Brüggen
Als die Kinder im Wirtshaus lernten

Brüggen. In einem Vortrag erläutert Ina Germes-Dohmen am Donnerstagabend in Bracht, wie sich das Schulwesen dort in preußischer Zeit entwickelte.

Zu Beginn der preußischen Zeit waren die Schulen in Bracht in einem desolaten Zustand, das Bildungswesen ebenfalls: Die evangelische Kinder lernten in einem "dumpfen Stübchen". Die katholischen Kinder drückten in einem Wirtshaus die Schulbank, nachdem das Schulgebäude eingestürzt war. Ihr Lehrer war Alkoholiker. 100 Jahre später unterrichteten in Bracht sieben Lehrer an drei Schulstandorten, doch immer noch waren die Räume voll: Rund 70 Schüler saßen in einer Klasse.

Über die Zustände an den Brachter Schulen und das Schulwesen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert spricht Ina Germes-Dohmen am Donnerstag, 25. Februar, im Forum der Alten Schule an der Altkevelaerstraße 16 in Bracht.

Von 19.30 bis 21 Uhr erläutert die Herausgeberin der Brachter Ortsgeschichte, wie sich das Schulwesen entwickelte. Sie gibt einen Einblick in die Geschichte des preußischen Landschulwesens, erinnert an Schulgebäude, die längst abgerissen wurden, und an Lehrer. Auch erklärt sie, was Jungen und Mädchen damals lernten oder lernen sollten. Der Eintritt kostet fünf Euro. Mit dem Vortrag beginnt eine Reihe von Veranstaltungen, die in diesem Jahr anlässlich der urkundlichen Ersterwähnung Brachts vor 900 Jahren stattfinden. Für die Volkshochschule des Kreises Viersen ist die 900-Jahr-Feier Anlass, in Zusammenarbeit mit der Burggemeinde Brüggen in mehreren Vorträgen verschiedene Aspekte der Brachter Geschichte zu beleuchten.

Zum Vormerken: Die nächste Veranstaltung in dieser Reihe ist eine Radtour auf historischen Spuren rund um Bracht. Dazu laden Germes-Dohmen und die Kunsthistorikerin Eva-Maria Willemsen für Samstag, 25. Juni, 13 bis 17 Uhr, ein.

(biro)
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