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Brüggen
Alter Heimatfilm von 1957 in Bracht neu vertont

Brüggen. Es sollte die Premiere des neuen Heimatfilms Bracht sein, den Hans-Georg Zellner vom 1957 auf Schmalfilm gedrehten Film über Video auf DVD gebrannt hat. Karin Gottwald und Willy Hauser bemühten sich um eine neue Vertonung, da die Original-Tonspur im Zuge der Zusammenlegung von Brüggen und Bracht verloren gegangen war. Doch leider machte die Technik nicht mit: Der Film begann zittrig, Ton war überhaupt nicht zu vernehmen. Doch nach einer Weile gab es wenigstens den Film störungsfrei zu sehen, Willy Hauser übernahm live die Vertonung.

Mehr als 100 Brachter waren auf Einladung der Heimatfreunde Bracht in den Bürgersaal gekommen, sie hatten letztlich doch viel Freude an dem Film. Denn auch nach fast 60 Jahren erkannten viele alte Nachbarn, Familienmitglieder und Mitschüler. Der Film, der zum 50. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Bracht am 1. September 1957 gedreht wurde, zeigt die Festumzüge und Gefallenenehrung sowie eine Schauübung, gibt Einblicke in viele Einzelhandelsgeschäfte, in Einrichtungen wie die Gemeinschafts-Waschküche und die Molkerei. Er stellt eine Flüchtlingsfamilie aus Ostdeutschland vor, zeigt den Bürgermeister in seinem Büro, die Schulkinder bei Spielen auf dem Hof, Kindergarten, den Hof Hauser und zum Entzücken der Oldtimer-Freunde einen Reisebus, der mit Winker zeigte, wo er in Bracht fahren wollte.

Die Organisatoren hatten sich viel Mühe gegeben, auch den Film "nicht mit zu viel Namen überfrachtet", so Willy Hauser. Alle waren sich einig, dass dies ein Heimatfilm sei, ein "wertvolles historisches Zeugnis". Und nun warten alle auf die fertige DVD, denn schon am Abend war klar, dass die meisten diesen Film haben möchten.

Als nächsten Termin haben die Heimatfreunde den 21. Juli anvisiert: Da stellt Karl Thoer seine Recherchen über "Brachter Heiraten von 1800 bis 1929" vor.

(flo)
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