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Viersen
Altkleider-Container bleiben in Kempen stehen

Viersen. Als der Abfallbetrieb des Kreises Viersen Ende 2014 den auf zwei Jahre angelegten Versuch ankündigte, war die Skepsis zunächst groß, ob der Kreis und die am Versuch beteiligten Städte Kempen und Willich sowie die Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal damit nicht karitativen Organisationen in einem hart umkämpften Geschäftsfeld Konkurrenz machen würden. Dieses Skepsis ist inzwischen verflogen, denn es wurde vereinbart, dass St. Huberter Messdiener oder Malteser bei ihren Altkleidersammlungen nicht benachteiligt werden sollen.

Ein Geschäft haben auch die an dem Versuch beteiligten Kommunen - seit diesem Jahr sind auch die beiden Städte Tönisvorst und Viersen mit im Boot - mit der Altkleidersammlung gemacht. Die Versuchsphase läuft zum Jahresende aus, ist aber aus Sicht der Kommunen so erfolgreich verlaufen, dass die Altkleider-Sammlung fortgesetzt wird.

Aus Sicht der Stadt Kempen stellt sich das Projekt so dar: Im Stadtgebiet verteilt stehen 20 blaue Depotcontainer. 2015 wurden hierüber im Schnitt pro Monat 7,72 Tonnen Alttextilien gesammelt. Im ersten Halbjahr 2016 kamen pro Monat durchschnittlich 7,93 Tonnen zusammen. Wie die Stadtverwaltung am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz weiter mitteilte, konnte durch die kommunale Altkleidersammlung nicht nur die Restmüllmenge in Kempen entsprechend reduziert werden, die Stadt nahm zusätzliches Geld ein, mit dem anteilig die Abfallgebühren gesenkt werden konnten. Für 2015 belaufen sich die Einnahmen auf 10.200 Euro. Die Stadt Kempen wird die Einsammlung und Beförderung der Alttextilien wie die anderen beteiligten Kommunen vertraglich an den Abfallbetrieb des Kreises Viersen, der dafür auch in der Testphase zuständig war, übertragen.

(rei)
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