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Schwalmtal
Amerner Kirche St. Anton entwidmet

Schwalmtal: Amerner Kirche St. Anton entwidmet
Am Sonntagabend kamen so viele Besucher in die Kirche St. Anton in Amern, dass viele hinten stehen mussten. Die Kirche wurde entwidmet. FOTO: Busch
Schwalmtal. Bevor die Handwerker kommen, wird die Kirche jetzt ausgeräumt. Die Orgel wird ausgebaut, die Amerner Schützenbruderschaften werden beim Schleppen der Kirchenbänke helfen

Viele Gläubige in Amern haben am Wochenende Abschied genommen von ihrer Pfarrkirche St. Anton. Nach vielen Gesprächen wurde im Gottesdienst am Sonntagabend die Kirche entwidmet. Für die sogenannte Profanierung verlas der Vertreter des Bischofs, Rolf-Peter Cremer, das Dekret des Bischofs. Zum vorerst letzten Gottesdienst in der Kirche St. Anton waren so viele Menschen gekommen, dass die Sitzplätze nicht ausreichten. Viele Besucher verfolgten die Zeremonie im Stehen.

Die Kirche St. Anton wird zur Grabeskirche umgebaut. 1700 Urnenplätze sollen dort eingerichtet werden. Neben dem Umbau ist auch eine Sanierung der Kirche an Dach und Fach notwendig, ein neuer Boden und eine neue Heizung müssen her. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1,1 Millionen Euro. "Die ersten Arbeiten beginnen in dieser Woche", berichtet Hans-Georg Rohbeck vom Kirchenvorstand. Die Orgel wird ausgebaut und zwischengelagert. Sie ist sanierungsbedürftig, ob sie wieder eingebaut wird und wann, ist nicht klar. Schätzungen zufolge würde die Reparatur rund 40.000 Euro kosten. Die Schützen der St.-Magdalena-Bruderschaft Schier und der St.-Pankratius-Bruderschaft Amern werden in den nächsten Tagen helfen, die Bänke aus der Kirche zu holen und einzulagern. Ein Teil der Bänke soll in der zweiten Amerner Kirche, in St. Georg, Platz finden - dort sind die hinteren Reihen bestuhlt. Zudem hätten schon Privatleute Interesse an Kirchenbänken und Fliesen angemeldet, berichtet Rohbeck. Die Heiligenfiguren werden vorübergehend in anderen Kirchen eine neue Heimat auf Zeit finden, bevor sie nach Amern zurückkehren können.

Im September soll die Sanierung der Kirche beginnen, mit dem Umbau soll es im Oktober losgehen. Um die Planung kümmerte sich der Mönchengladbacher Architekt Burkhard Schrammen. Er rechnet mit drei bis vier Monaten Bauzeit. Im zweiten oder dritten Quartal 2018 könnte die Kirche dann als Grabeskirche eröffnet werden.

Info Architekt Schrammen stellt morgen, 12. Juli, 19 Uhr, die Pläne für die Neugestaltung in der Kirche St. Anton vor. Interessierte sind willkommen.

(biro)
 
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