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Viersen
Andalusisches und Klassisches auf vier Gitarren

Viersen. Die Muziek Biennale Niederrhein war bei den Süchtelner Vespermusiken zu Gast

"Mal sehen, was morgen aus denen wird." Ottmar Nagel, Organisator der Süchtelner Vespermusiken, griff bei seiner Begrüßung das Motto der Muziek Biennale Niederrhein auf. "Morgen" berücksichtigt, dass im Deutschen wie im Niederländischen damit sowohl der Tagesbeginn als auch der folgende Tag gemeint sind. Die Biennale, in der evangelischen Süchtelner Barockkirche zu Gast, will damit die Frische und den Zauber des jungen Tages mit Visionen für die grenzüberschreitende Musik der Zukunft verbinden.

Das Gitarrenquartett "Rheinsaiten" hatte zwei Stücke ins Programm genommen, deren Titel die frühe Tageszeit zum Thema haben (Buck Wolters, "Friday Morning Budapest" und Federico Moreno Torroba, "Amanecer" = Sonnenaufgang). Vor allem stehen die vier jungen Spieler am Anfang ihrer musikalischen Karriere.

Nicola Yasmin Stock, Niklas Halm, Daniel März und Simon Kollecker, alle zwischen 1996 und 1998 geboren, stammen aus der Region. Sie erhielten schon beachtliche Preise. Und wenn sie weiter zielstrebig an sich arbeiten, stehen die Vorzeichen für ein erfreuliches musikalisches Morgen gut. Ein vielseitiges Programm sorgte für Abwechslung. Barockes (Bach, Telemann, Pachelbel) wurde ebenso berücksichtigt wie Klassisches (Boccherini), spanisches und südamerikanisches Kolorit erweiterte das Repertoire. Orientalisch eingefärbt klang "Oyn", eine Komposition des Italieners Carlo Domeniconi, der sich intensiv mit türkischer Folklore beschäftigt hat.

Dass die vier jungen Musiker viel Anerkennung fanden, machte der herzliche Beifall deutlich. Mit zwei Zugaben bedankte sich das Quartett, mit einer temperamentvollen "Viento Verde" und einer ruhigen "Farewell to Stromness"

(gho)
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