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Niederkrüchten
André Erkens soll Feuerwehrchef bleiben

Niederkrüchten. Erkens leitet seit sechs Jahren die Feuerwehr in Niederkrüchten. Seine erste Amtszeit endet im Juli.

Bei der Niederkrüchtener Feuerwehr ist die Zahl der Einsätze von 2014 auf 2015 weiter gestiegen. Sie zählte für das vergangene Jahr 143 Einsätze, im Vorjahr waren es 129. Es gab 218 Alarmierungen, 2014 waren es 190. Dass die Zahl der Alarmierungen und die der Einsätze nicht identisch ist, liegt daran, dass am Tage zwei Löschzüge alarmiert werden - bei manchen Einsatz-Stichworten sogar drei, um sicherzustellen, dass genügend Kräfte kommen können. Unter den 143 Einsätzen 2015 waren 72 Brandeinsätze sowie 146 Fälle von technischer Hilfe, darunter 36 Verkehrsunfälle. Insgesamt gab es 1965 Stunden in Einsätzen sowie 7320 Stunden für Ausbildung, Fortbildung und Übungsdienste.

Diese Zahlen stellte die Niederkrüchtener Feuerwehr bei ihrer Hauptversammlung vor. 2015 sei in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr gewesen, nicht nur wegen der hohen Einsatzzahlen, erläuterte Wehrleiter André Erkens. So stelle die Wehr nun den Brandschutz für den größten Teil des ehemaligen britischen Militärgeländes. Ausnahme sei die Flüchtlingsunterkunft, für die es eine private Standort-Feuerwehr gebe. Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) beschrieb Erkens als vertrauensvoll: "Ich glaube, und das ist meine feste Überzeugung, dass wir in einem engeren Zusammenspiel zwischen Rat, Verwaltung und Feuerwehr einiges bewegen können." Für die Zukunft sieht er neue Herausforderungen - etwa durch neue Technik, den neuen Brandschutzbedarfsplan, neue Einsatzgebiete oder die Mitgliederwerbung.

Kreisbrandmeister Klaus Thomas Riedel betonte, dass die Wehrleute bei der Mitgliederwerbung ihr Motiv nennen müssten, Feuerwehrleute zu sein. Helfen und retten zu wollen spiele eine wichtige Rolle. Aber vor allem mache es ihm riesigen Spaß, in der Feuerwehr zu sein, so Riedel: Es mache zufrieden, gebe Selbstbestätigung. "Und wenn wir diese Freude, die wir haben, nach außen tragen, dann werden wir mit unserem Werben um neue Mitglieder auch Erfolg haben."

Mit der Frage, warum jemand Feuerwehrmann wird, beschäftigte sich auch Wassong in seiner Rede. Er selbst sei kein Feuerwehrmann, habe aber seit Amtsantritt eine Feuerwehr - ohne darauf Besitzansprüche zu erheben. "Aber ich bin aufmerksam, wenn die Sirene geht, spüre Verantwortung." Den Wehrleuten zolle er Respekt, denn: "Sie müssen professionell sein in diesem Ehrenamt." Gegen den Vorschlag des Kreisbrandmeisters, Erkens solle weitermachen, gab es bei der Anhörung keinen Widerspruch. Den Vorschlag nimmt Wassong nun also mit in den Gemeinderat, der über die Besetzung des Postens einen Beschluss fasst. Erkens' erste Amtszeit endet im Juli.

(hah)
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